Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- III (5693) 1932/33
- Issue
- Heft 10-11 (Juli 1933)
- Date
- 1933-07-01
- Page
- Seite 303 (sequence 7)
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2551369-2551370-2551377--1230-2552740- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
m Gottes Schechina bereiteten — und unsere jüdische Seele sollte solches Galuth nicht schmerzlich beweinen? Sollte nicht weinen,!daß auch dort, wo Gottes Thora noch Beachtung und Pflege findet, sie nicht die Stellung im Leben einnimmt, die sie fordern muß, wenn nicht diese Von der Tageshelle glücklicher Zeitgestaltung begünstigte Galuthperiode, Gott behüte, durch Gottes erziehende Waltung erneuter Galuthnacht weichen soll? — Denn auf die Frage, Was uns in der Vergangenheit das Glück;geraubt hat, lehren doch die Weisen, שלא ברכו בתורה תחלה Jeruscholajim ging zu Grunde, weil sie nicht zuerst die Brocho über!die Thbra gesprochen, weil sie ihre materiellen Interessen und Bestrebungen in den Vordergrund stellten, vor welchen die Thora zurückzutreten hatte! — Und heute? Hat nicht das bischen Sonnenschein, das in unsere Galuthhäuser drang, die Thora!Von der alles beherrschenden Stellung verdrängt, die sie einst jn den Nächten schwerer Leidensheimsuchungen besaß — lebt noch jenes altjüdische כשרות, jene altjüdische טהרה, die einst das Palladium unserer Häuser waren, werden noch' ihre Forderungen, mit denen sie unser Familienleben heiligen und adeln wollen, gesegnet und vor allem gesegnet, in der Erkenntnis, daß alle anderen Güter der Erde nichtig und;wertlos seien, sobald jene nicht mehr im Vordergrund unseres Interesses stehen, lebt noch jener heilige altjüdische Geist der Kindererziehung, der in den Kindern die köstlichsten Unterpfänder göttlichen Vertrauens empfing und des Lebens höchste,!selige Erfüllung darin erblickte, wenn es gelang, sie לתורה ולעבודה zu erziehen und zu verheiraten — oder beherrscht nicht auch uns jener von Mosche gegeißelte Sinn גדרות צאן נבנה למקננו, der vor allem ängstlich darauf bedacht ist, daß auch1 die ״Schäfchen“ versorgt sind, der vor allem die Sicherung des irdischen Wohles und Glückes erstrebt, und erst in zweiter Linie Sorge trägt, daß auch die idealen Güter des jüdischen Lebens ihre Pflege finden — Sind es nicht die an sich1 berechtigten oder auch nicht berechtigten sogenannten Brotsorgen, denen, ach so oft, die teuersten Thoragüter, unsere שבתות und ימים טובים, unsere Kindererziehung, Kinderverheiratung zum Opfer fallen! — כל עמה נאנחים מבקשים לחם (Echo ,1.), klagt der Prophet, ״n;un seufzen sie und suchen Brot“ — fein hartes Los, aber haben sie es nicht verdient? נתנו מחמדיהם באוכל להשיב נפש — nicht נותנים , sondern נתנו : dte Vergangenheitsform — נתנו haben sie doch einst ihre Kostbarkeiten