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Nahalat tsevi · 1933-07-01 · Heft 10-11 (Juli 1933) · p. Seite 302

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
III (5693) 1932/33
Issue
Heft 10-11 (Juli 1933)
Date
1933-07-01
Page
Seite 302 (sequence 6)
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302 an seiner früheren Größe: איכה ישבה בדד wie ist sie nun (gegen früher) so einsam! — ״ איכהwo bist du־‘ aber ist die zürnende Frage der aus der Nähe des Menschenlebens scheidenden Schechina (״ וישמעו את קול ה׳ אלקים מתהלךsich zurück1ziehend“, מקפץ ועלה übersetzen die Weisen), die dem Menschen die ganze Größe seiner ,Verirrung zum Bewußtsein bringen will: wo bist du, wohin bist du durch Verblendung1 geraten! — איכה ist das Jammerwort für von Gott verhängtes — .שילוחין איכה das Jammerwort für von Gott verhängtes גירושין. — Dieses איכה — איכה bezeichnet das Doppelgeschick, das mit unserem Galuth über uns hereinbrach, dem unsere Trauer, unsere Klage zu gelten hat; in seiner unzertrennlichen Einheit ist die große Wahrheit ausgesprochen, die wir zu beherzigen haben, wenn unserem Galuthjammer ein Ende gesetzt werden soll: solange das איכה in seinem zürnenden Vorwurf uns trifft und uns verantwortlich macht für Galuth Schechina, solange wird auch der ro^-Jammer unseres Leidensgeschickes nicht verstummen. Vergeblich alle Bemühungen, unter Nichtachtung des göttlichen איכה-Rufs das איכה unseres Galuthloses inmitten der Völker zum Verstummen zu bringen. Die Erfahrung hat es gelehrt und lehrt es immer wieder: solange das איכה der Gottesferne in seiner ganzen Schwere uns trifft und wir ihm unser Ohr verschließen, hät noch immer das איכה unseres Galuth jammers uns aus traurigen Verblendung aufgeschreckt. Der Klage über das איכה unserer Entfremdung von Gottes Schechinanähe sind Jahr für Jahr diese Wochen vor allem geweiht. Und diese Tränen und dieser Schmerz sollten an Berechtigung eingebüßt haben, seitdem die finsteren Nachtjahrhunderte, die unseren Vätern ein Martyrium ohne gleichen auferlegten, einer helleren, glücklicheren Zeit gewichen sind? — Haben wir die Prüfung bestanden, die der Anbruch dieser Zeit uns stellte? Hat Galuth Schechina seitdem von seinem Jammer verloren, nicht vielmehr eine Steigerung erfahren, die unseren Vätern unfaßbar gewesen wäre? —Was ist aus den heiligen Gemeinden, aus den Familien geworden, in denen in jenen nächtlichen Zeiten Gottes Schechina eine Heimstätte fand, die Thora ihre stolzen Träger sich erzog, haben sie nicht im ersten Rausch, mit dem sie das bescheidene Morgenrot einer glück1licheren Gestaltung ihres äußeren LebensgiesChicks grüßten, die köstlichen Güter der Thora schmählich preisgegeben, ohne daß ihr Herz vor Scham verging über die Schmach, die sie

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