Mannheim
Compact Memory

Nahalat tsevi · 1933-07-01 · Heft 10-11 (Juli 1933) · p. Seite 300

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
III (5693) 1932/33
Issue
Heft 10-11 (Juli 1933)
Date
1933-07-01
Page
Seite 300 (sequence 4)
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/2551369-2551370-2551377--1227-2552737
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

300 jüdischen Volk noch bewußt ist, zur Trauer laden, die wehe Klage, die sie in jedem jüdischen Herzen entfesseln, sie gilt nicht zunächst dem Verlust der politischen Selbständigkeit, nicht dem Verlust des heimatlichen Bodens —על* אי* ה אני בוני׳ עיני עיני ירדה ״ מים כי רחקה ממני ד־הס ונו׳darum weine ich, zerfließt mein Auge in Tränen, daß mein Tröster, der meine1 Seele erquickte, sich von mir entfernte“ — זה סלרק שכינה erklären die 1Weisen, das ist die Entfernung der göttlichen Schechina aus dem Menschenkreise — dem גלות שכינה, wie es die Weisen gö tief und so erschütternd bezeichnen, daß mit dem Untergang des Heiligtums auch Gottes Schechina im Galuth weilt, heimatlos, stättelos Vergebens des Augenblicks harrt, da Menschen ihr aufs neue die Stätte i!1 ihrem Leben bereiten, diesem herzzerreißenden Jammer fließt vor allem die Träne jeder wahrhaft jüdischen Seele in diesen traurigen Wochen. Denn das Galuth unseres Volkes ist nur eine Folge des Galuth der Schechina. Diese Wahrheit will uns, wenn wir nicht irren, ein Wort der Weisen tief ins Bewußtsein senken. והמה כאדם עברו ברית, כאדם זה אדם הראשון, אמר חקב״ה אהדר הכנסתיו לגיע וצויתי עליו ועבר על ציווי ודנתיו בגירושין ודנתיו בשילוחין וקוננתי עליו איכה וכו׳ דנתיו בנירושון ויגרש את האדם, ותחיו בשילוחין וישלחהו ה׳ אלקים, וקוננתי עליו איכה ויאמר לו איכה, איכה כתיב, ואף בניו הכנסתי אותם לארץ ישראל וצויתים ועבר על צווי ודנתי אותם בגירושין ודנתי אותם בשילוחין וקוננתי עליהם איכה וכו׳ דנתי אותם בגירושין מביתי אנרשם, ודנתי אותם בש׳לוחין שלח מעל פני ויצאו, וקוננתי עליהם איכה איכה ישבה בדד (פסיקתא) ״Sie aber haben wie der Mensch1 den 'Bund übertreten“ (Hos. 6), klagt der Prophet über Israel. Unter Mensch ist, so erklären die Weisen, der erste Mensch verstanden. Gott spricht: Ich habe den ersten Menschen in das Gan Eden gebracht und habe ihm meinen Willen offenbart, er aber hat meinen Befehl übertreten, da verhängte ich über ihn Scheidung und Verbannung und stimmte Klage über ihn an—denn so heißt jes: ״Gott vertrieb den Menschen, Gott entließ den Menschen, und Gott sprach zu ihm: Wo bist du — איכה kann nach der Schreibweise auch איכה gelesen werden. Seine Kinder brachte ich nach' Erez Jißroel, offenbarte ihnen meinen Willen, sie aber übertraten ihn, da verhängte ich auch über sie Scheidung und Verbannung und stimmte Klage;über sie an, denn!so (heißt es: aus meinem Hause vertreibe ich sie (Hos. 9),!verbanne sie aus meinem Angesicht, daß sie gehen (Jirm. 15) — Wie sitzt sie nun vereinsamt da (Echa 1.)“,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.