Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- III (5693) 1932/33
- Issue
- Heft 8-9 (Mai 1933)
- Date
- 1933-05-01
- Page
- Seite 273 (sequence 41)
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273 nen aber, das ״Symbol“ also, aus dem die ״Wahrscheinlichkeit“ entsteht, ist durchaus definierbar, ebenso auch wie hier das planmäßige Handeln oder das planmäßige Entwickeln wohl definiert sind. Es ergibt sich somit, daß der Wahrscheinlichkeits- Rückschluß auf einen planmäßigen Lenker bei historischen Ereignissen sich auch, wenn zwar nicht voll rechnerisch, so doch in der Denkweise der rationellen Wahrscheinlichkeitsrechnung jedenfalls viel klarer und stringenter führen läßt, als bei solchen im Gebiete der Natur. Wir brauchen nicht mehr zu sagen, daß wir hierbei in erster Linie an das Schicksal des jüdischen Volkes in seiner ganzen Entwicklung, namentlich an den bis auf den heutigen Tag im Vorauf festgelegten und verwirklichten ״Plan“ denken. Wir brauchen nicht hervorzuheben, daß in diesem Sinne gerade auch die Erlebnisse unserer Tage bei allem Schweren, das sie dem Einzelnen wie der Gesamtheit bringen, sich als Ereignisse von unerhörter historischer Wucht darstellen, von einer ״Planmäßigkeit“ ohne Gleichen in der Völkergeschichte. Wenn die beispiellosen Erfolge der Technik, der Beherrschung der Natur, in unserer Zeit schon die Jugend in ihren Bann schlagen, wenn jedes gelingende physikalische Experiment diesen Eindruck verstärkt und vertieft, und die ״Allbeherrscherin Natur“ in der ganzen Fülle und Großartigkeit ihrer Macht erscheinen läßt, so sollte doch auch ein Geschlecht, idem — wir möchten geradezu sagen — eine )solche Offenbarung zuteil wird, wie sie das erneute, planmäßige Eintreffen von Sätzen, wie *והיית רק עשוק ורצוץ כל הימים, ובגדם ההם לא תרגיע ולא יהיה מנוה לרף רגלך darstellt, ganz im Sinne des ר עקיבא in :מכות כד Herz und Gemüt dem Zwänge dieses Wahrscheinlichkeits-Rückschlusses öffnen, dessen Gewicht das aller physikalischen Erkenntnisse bei weitem übertrifft. Stellt doch unser Erleben wohl nicht nur ein אות dar, ״ein Zeichen, das zunächst nur an den Verstand gerichtet ist, ihm eine Erkenntnis zu vermitteln, deren Beachtung oder Nichtbeachtung jedoch dem Menschen überlassen ist“, als vielmehr auch schon :ein ״ מופתein Zeichen ad hominem, das zugleich den Menschen für die Aufnahme der damit gegebenen Belehrung ׳ergreift“ (Kommentar zu שמותדיר״א), ganz im Sinne des, Schicksal wie Aufgabe in gleicher Weise deutenden, Propheten- Wortes:(הלא מאז השמעתיך והגדתי ואתם עדי (ישעי׳ מ׳ד