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Nahalat tsevi · 1933-05-01 · Heft 8-9 (Mai 1933) · p. Seite 272

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
III (5693) 1932/33
Issue
Heft 8-9 (Mai 1933)
Date
1933-05-01
Page
Seite 272 (sequence 40)
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272 eines Ereignisses steht dann zu dessen relativer Häufigkeit in einer ganz bestimmten, dem Mathematiker wohl bekannten Beziehung. (Sie bildet seinen Grenzwert.) Sind noch gewisse andere Forderungen erfüllt, auf die hier nicht eingegangen werden soll, zum Teil schon deshalb, weil gerade bei ihnen die Geister sich scheiden, so ist die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses ein ״Symbol“ in dem im Abschnitt III erwähnten Sinne, ein Symbol!also, für das sich Beziehungen aufstellen lassen, und aus dem sich nach den ewig gültigen, einen Teil des göttlichen אמת bildenden Gesetzen der Mathematik andere Symhole, d. h. die Wahrscheinlichkeiten anderer Ereignisse berechnen lassen. Eine solche mathematische, der Messung und Rechnung!unterworfene Wahrscheinlichkeit nun läßt sich, worauf hier nicht näher eingegangen zu werden braucht, nicht für das Ereignis ״Entstehung der Welt durch Zufall“ oder auch insbesondere ״Entstehung der Organismen aus den Atomen durch Zufall“ definieren, und zwar durchaus im ,Gegensatz zu dem Ereignis ״Entstehung eines Buches durch Zufall“. Für letzteres kennen wir gewöhnliche Vorgänge, nennen wir sie ruhig ״Kausalabläufe“, bei denen Bücher planmäßig entstehen, können andererseits auch die Wahrscheinlichkeit für das Entstehen eines Buches etwa durch dressierte, auf der Sch'reibimäs'ch'ine spielende Affen definieren und berechnen. Die letztere ist so klein, daß wir die Annahme planmäßigen Entstehens vorziehen müssen. Ein solcher rechnerischer Vergleich läßt sich aber zwischen ״planmäßiger“ und ״zufälliger“ Entstehung der Welt, wie gesagt, nicht durchführen, weil wir weder gesetzmäßigte Abläufe kennen, nach denen z. B. Organismen aus Atomen ״planmäßig“ entstehen, noch auch, was hier wesentlicher ist, die Wahrscheinlichkeit eines zufälligen Entstehens so definieren und berechnen können, wie das bei der oben beschriebenen zufälligen Entstehung eines Buches der Fall ist. Nun kann man ganz gewiß auch von der Wahrscheinlich1keit feines historischen Ereignisses im strengen Sinne nicht sprechen, weil es auch hier sich nicht um Vorgänge handelt, die Unbegrenzt;wiederholbar sind oder auch nur unbegrenzt wiederholbar gedacht werden können. Das gilt aber mehr oder weniger bei allen Anwendungen der Wahrscheinlichkeitsrechnungen, selbst im Gebiete der Physik. Die relative Häufigkeit von historischen Vorgängen bei gegebenen in der gleichen oder Ungefähr der gleichen. Art sich wiederholenden Situatio-

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