Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- III (5693) 1932/33
- Issue
- Heft 8-9 (Mai 1933)
- Date
- 1933-05-01
- Page
- Seite 271 (sequence 39)
- Belongs to
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71ג begriffen werden,!und selbst עוללים ויונקים werden es als absurd begreifen, das im Himmel und Erde vorliegende, tausendfältigen Zwecken,!mit tausendfältigen Mitteln dienende Weltenwerk ohne schaffenden Meister, die in jedem Wesen, jeder Kraft sich offenbarenden Gesetze ohne Gesetzgeber, die von dem forschenden Menschengeiste in der Natur entdeckten Gedanken ohne vordenkenden Denker zu denken; so lange wird, um mit dem großen Worte jüdischer Weisheit zu dem ברא אלה ,!; des Propheten zu sprechen, nach allem zu erforschenden und erforschten מה״“ die Frage nach dem unerforschlichen ״מי״ sich aufdrängen; solange wird die reichste Erforschung des in der Welt der Wahrnehmung offenliegenden ״Was“ immer um so unabweislicher zur Frage nach dem hinter dieser Welt des dinglichen ״Was“ stehenden persönlichen ״Wer“ hinführen.“ (Gesammelte Schriften I, Seite 392—393). Der hohe Wert der vorstehenden Begründung für Geist Gemüt kann gewiß nicht verkannt werden. An Geist und Gemüt wenden sie sich auch in erster Linie, da nur diese auch bei עוללים ויונקים bereits erwacht und empfänglich sind. Schwieriger, ja nahezu unmöglich aber wird es, eine solche wahrscheinlichkeitstheoretische Begründung nun dem rechnenden Verstände näherzubringen. Das ist weiter nicht verwunderlich, war vielmehr gar nicht anders zu erwarten, verlohnt aber doch eine nähere Betrachtung. Will man Wahrscheinlichkeitsbetrachtungen rationalisieren, so hat dem eine Rationalisierung des Begriffes der Wahrscheinlichkeit selbst vorauszugehen. Hierin liegt, wie stets, zugleich eine Einschränkung des Begriffes. Nicht alles, was der Sprachgebrauch als warm oder kalt bezeichnet, läßt sich mit dem Thermometer messen, nicht alles, was die Umgangssprache Arbeit nennt, fällt unter den physikalischen Begriff der Arbeit. Den Begriff der Wahrscheinlichkeit hat man gerade in neuester Zeit und in verschiedener Weise zu läutern versucht. Die Anschauungen gehen in manchem noch weit auseinander, und es würde zu weit führen, sie hier im einzelnen zu entwickeln, so dienlich dies auch schon für unsere Betrachtungen im dritten Abschnitte gewesen wäre. Doch dürfte das eine feststehen, daß eine Wahrscheinlichkeit, mit welcher der rechnende Verstand arbeiten soll, nur innerhalb eines Kollektives, einer bestimmten Massenerscheinung, oder bei einem Wiederholungsvorgang definiert werden kann. Die Wahrscheinlichkeit