Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- III (5693) 1932/33
- Issue
- Heft 8-9 (Mai 1933)
- Date
- 1933-05-01
- Page
- Seite 270 (sequence 38)
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270 Ertrag, die Erstlingsfrucht der Weisheit, weil nur dann ראשית חכמה יראת ה׳ wenn bereits ihr Anfang, wenn bereits תחל ת חכמה יראת ה־ war. (ib. Seite 431 und ff.) Wjas für die Erziehung dies Kindes gilt, gilt genau so für die Erziehung der Menschheit. Auch die aus יראת ה׳ erwachsende Naturerkenntnis, aber auch nur diese kann selbst wieder und wird selbst wieder zu יראת ה־ führen, und nur das kann der Sinn der oben zitierten Stellen aus תחלים und ישעי׳ sein. Hat doch auch bei מת; תורה , wie אכן עזרא treffend bemerkt,הקב־ה sich nicht als den Schöpfer von Himmel und Erde, sondern als den Befreier und damit Schöpfer der jüdischen Nation ״vorgestellt“, hat doch auch am Schilfmeer viel weniger der Anblick des Natur wunders, als vor allem das rückblickende Verständnis für das Walten Gottes in der Geschichte Israel zu Gotteserkenntnis, Gottesfurcht und Gottvertrauen geführt. (Vergleiche die durch den ת״א gestützte Erklärung meines Vaters זצ״ל zu שמות י״ד ל״א in חכמה ומוסר I Seite 81, zu deren Gunsten ich die in dem oben zitierten Referate vertretene Auffassung dieser Stelle fallen lassen möchte.) Wenn somit nicht oder doch weniger die Erkenntnis der Natur, ganz besonders aber die Erforschung der Menschen- und Völkergeschichte in der jüdischen Lehre als Quelle der Gotteserkenntnis erscheint — die Beispiele und die מאמרי חדל für das letztere lassen sich ungezählt vermehren — so scheint mir doch hier noch eine Bemerkung am Platze, welche dieser Bevorzugung der Geschichte vor der Natur noch eine weitere Begründung zu geben geeignet ist. Logischer Zwang führt weder von der Natur noch von der Geschichte zu Gott. Zwang liegt nur in der Offenbarung, in der unmittelbaren Anschauung. (Vielleicht ist es gestattet, das Wort נפה עליהם ההד נניגית auch in diesem Sinne zu nehmen.) Offenbar können es nur Wahrscheinlichkeitsbetrachtungen sein, die von Natur oder Geschichte zu Gott führen. ״Solange es absurd bleibt, ein Buch ohne Autor, ein zweckdienendes Werk ohne schaffenden Meister zu denken, so lange es die Absurdität alles Absurden bleibt, sich einzureden, man sei eben der Schöpfer der Gedanken, die man aus einem Buche herausliest, kein Denker habe seine Gedanken in das Buch niedergelegt, die der Leser nur nachdenkend in seinem Innern wiederschafft, sondern gedankenloser Zufall habe Zeichen in das Buch hineingewürfelt, die erst der denkende Leser zu Gedanken kombiniert: so lange wird es für alle Ewigkeit als das Absurdeste aller Absurditäten