Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- III (5693) 1932/33
- Issue
- Heft 8-9 (Mai 1933)
- Date
- 1933-05-01
- Page
- Seite 268 (sequence 36)
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268 dem Sinne nicht mehr kausal, daß sie eben nur Gruppen vön Beobachtungen .mit solchen Gruppen verknüpft, daß sie es also als prinzipiell unmöglich betrachtet, die Bedingungen eines Versuches so festzulegen, daß der Erfolg vollkommen eindeutig { durch sie bedingt ist. Man sieht aber wohl doch1, daß es sich I hierbei in der Tat nicht ״um eine Entscheidung über die wirkliehe Beschaffenheit der Natur, wie sie ,uns entgegen tritt, handelt, sondern über die Zweckmäßigkeit und Bequemlichkeit der einen oder anderen •Einstellung unseres Denkens, womit wir der Natur gegenübertreten.“ Hinzu kommt, daß die Frage nach der ״wirklichen Beschaffenheit der Natur“ physikalisch überhaupt keinen Sinn hat, weil und so lange fü,1־ den Physiker;nur das existiert, was er messen kann, jede Messung aber selbst wieder/einen ״Versuch“ darstellt, so daß für die Genauigkeit des Messungsergebnisses gewisse, prinzipiell nicht überschreitbare Grenzen bestehen. IV. ״Fragen der Zweckmäßigkeit und Bequemlichkeit der einen j oder anderen Art der Einstellung unseres Denkens, womit wir j der Natur gegenübertreten,“ haben nun, das dürfte wohl niemand bestreiten, mit dem, was die תורה ,über Gott, Welt und : Menschen uns lehrt, gewiß nicht das allermindeste zu tun. Sofern es für den Juden also ein weltanschauliches Problem der ■: Kausalität gibt, kann dieses Problem von der Physik weder gestellt, noch von ihr aus gelöst werden. Es gehört vielmehr der Erkenntnis k r i t i k an, der Lehre davon, wie überhaupt und unter welchen Bedingungen Erkenntnis zustandekommt, ,nicht aber der Lehre von den gewonnenen Erkenntnissen. Haben wir somit im Rahmen dieser Abhandlung uns mit der Lösung dieses — übrigens von anderer Seite bereits eingehend und u. E. ausreichend behandelten — Problems ,nicht weiter zu befassen, so sei doch noch darauf hingewiesen, daß auch die Ergebnisse anderer Zweige der Naturwissenschaft, \ die gelegentlich im Widerspruch stehen oder zu stehen scheinen mit Aussprüchen der תורה, in ähnlicher Weise zu werten sind, wie dies hier für die Ergebnisse physikalischer Forschung dargetan wurde. Freilich ist die Zerlegung der wissenschaftlichen Forschung in ״Zuordnungsregeln“ und ״Beziehungen zwischen Symbolen“ nicht in allen Wissensgebieten so klar durchzuführen wie gerade im Gebiete der exakten Wissen-