Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- III (5693) 1932/33
- Issue
- Heft 8-9 (Mai 1933)
- Date
- 1933-05-01
- Page
- Seite 267 (sequence 35)
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267 Symbolen sind so formuliert, daß sie gestatten, aus gegebenen Symbolen andere Symbole mit absoluter Eindeutigkeit und Bestimmtheit zu berechnen. Hierin hat sich also nichts geändert, und was das Schema der Beziehungen zwischen den Symbolen untereinander betrifft, welche den Beobachtungen zugeordnet werden, so ist die Physik heute noch so kausal wie je und wird es wohl auch stets bleiben. Nach wie vor auch liegt bei der Wahl der Symbole und der zwischen ihnen aufzustellenden Beziehungen die Absicht vor, einen gewissen Isomorphismus zwischen!den Symbolen und den durch sie abgebildeten Gegenständen herzustellen, derart nämlich, daß ״die denknotwendi gen Folgen der Bilder stets wieder die Bilder seien von den naturnotwendigen Folgen der abgebildeten Gegenstände“, wobei das Wort ״naturnotwendig“ durchaus weitherzig gefaßt werden mag. Geändert hat sich aber die Art der Zuordnungsregeln zwischen Beobachtungen und Symbolen. Man hat von jeher bemerkt, daß die ״Naturgesetze“ nicht absolut ״richtig“ in dem oben definierten Sinne sind, insofern nämlich, als sich niemals aus einem Anfangszustand ein Endzustand mit absoluter Eindeutigkeit voraus-.agen ließ. Vielmehr ergibt eine größere Versuchsreihe, d. h. Wiederholung eines und desselben Versuches unter ״gleichen“ Bedingungen, stets Resultate, welche um einen gewissen Mittelwert herum verstreut liegen. Nun hat man früher trotzdem stets an der Eindeutigkeit der Zuordnungsregeln festgehalten, d. h. man hat die mathematischen Symbole einzelnen Erlebnissen, einzelnen Beobachtungen zugeordnet. Es bildete also auch die Zusammenfassung von Zuordnungsregeln und Symbolbeziehungen eine kausale Theorie, insoierne als durch sie einer einzelnen Beobachtung stets eine einzelne zukünftige Beobachtung zugeordnet wurde. Die vvahrgenommene ״Streuung“ bei den ״künftigen“ Beobachtungen führte man darauf zurück, daß eben das verwendete Schema doch noch zu einfach war für die Darstellung der Erlebnisse. Die heutige Physik aber hat die Auffassung, daß bei den feinsten Erscheinungen eine Zuordnung der mathematischen Symbole zu einzelnen Beobachtungen Einzelerlebnissen prinzipiell unmöglich ist. Sie ordnet daher die mathematischen Symbole stets ganzen Gruppen von Beobachtungen zu, die bei einer ganzen Folge von Versuchen unter bestimmten Bedingungen gewonnen werden. Die Zusammenfassung von Zuordnungsregeln und Symbolbezieh'ungen ist daher jetzt in