Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- III (5693) 1932/33
- Issue
- Heft 8-9 (Mai 1933)
- Date
- 1933-05-01
- Page
- Seite 266 (sequence 34)
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266 zwischen diesen Symbolen bestehen sollen, und die gestatten, aus den der Beobachtung zugeordneten Symbolen andere Symbole herzuleiten. Diese Beziehungen heißen ״Naturgesetze‘4. Sie betreffen also durch ihre Fassung in mathematischer Formelsprache nicht die Erlebnisse, Beobachtungen und Wahrnehmungen selbst, von denen wir vorher sprachen, sondern nur die Symbole, welche jenen Wahrnehmungen zugeordnet worden!sind. Als Beispiel sei etwa das Fallgesetz oder allgemeiner an die Newton’schen Bewegungsgleichungen gedacht. Aus einem Paar von Symbolen (Zeit und Höhe eines fallenden Körpers) gestattet das Fallgesetz, mit Hilfe mathematischer Umformung beliebig viele weitere solche Paare von Symbolen herzüleiten. Ordnet man diesen durch mathematische Umformungen gewonnenen neuen Symbolen nun nach den eben erwähnten Zuordnungsregeln wieder umgekehrt sinnliche Beobachtungen zu, so erhält man eine Aussage über die Welt unserer Wahrnehmungen, in dem erwähnten Beispiel!etwa des Inhaltes, daß der zu der ersten Zeit in der und der Höhe beobachtete Körper zu einer bestimmten späteren Zeit in;einer bestimmten anderen Höhe beobachtet werden kann. Die physikalische Voi hersagung erfolgt also durch zweimalige Anwendung der Zuordnungsregeln und dazwischen durch Aufstellung von Beziehungen und deren mathematische Anwendung, d. h. Umformung der Symbole. Die Aufstellung der Beziehungen zwischen den Symbolen ist nun an sich durchaus willkürlich, sofern man nur keine einander widersprechende Beziehungen aufstelit. Die durch Umformung gewonnenen Resultate sind also auch, als rein mathematische Ergebnisse, an sich stets ״richtig“. One andere Frage ist nur, ob dann die Rückübersetzung, d. h. die am Schluß erfolgende Zuordnung von Erlebnissen zu den Symbolen, v!on der Beobachtung bestätigt wird. Je nachdem, ob das der Fall ist, oder nicht, nennt man die zwischen den Symbolen aufgestellten Beziehungen ״wahre“ oder ״falsche“ Naturgesetze, will aber damit nur sagen, daß man bei der Rückübersetzung die Be- Währung der Vorhersage gefunden oder nicht gefunden habe, nicht aber, daß die aufgestellte Beziehung zwischen den Symbolen an sich richtig oder falsch gewesen sei, weil die letztere Aussage keinen Sinn hätte. Sowohl in der klassischen als auch in der modernen Physik ist nun der zweite der oben beschriebenen Schritte rein kausaler Natur, d. h. die Beziehungen zwischen den mathematischen