Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- III (5693) 1932/33
- Issue
- Heft 8-9 (Mai 1933)
- Date
- 1933-05-01
- Page
- Seite 242 (sequence 10)
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neration des trostlosen Wüstenlehens eine Generation der Erkenntnis nennen. Daß die Verheißung fest in ihren Herzen verwurzelt :war, *spricht für die Stärke ihres Wollens. Denn Vertrauen ist immer ein;Willensakt. Nun ist da (eine seltsame Kunde, die überhaupt auf die Offenbarung ein ganz eigenartiges Licht wirft und vielleicht noch :niemals genügend gewürdigt worden ist. Wie es sich vollzog, wissen!Wir!nicht. Der Bericht abjer ist da, daß schon vorher an andere!Völker die Frage ergangen war, ob sie den Inhalt der Offenbarung!zum Inhalt ihres Lebens machen wollten. — Die Völker lehnten es ab. Soweit die eigenartige Nachrieht. Noch interessanter ist, warum die Völker es ablehnten, Thoraträger zu werden. Wenn man all das, was hier und da darüber gesagt wird, auf eine Linie bringt, so ergibt sich, daß die damalige Welt die Thora ablehnte, weil in ihr gewisse Hemmungen und Bindungen für freie ungezügelte Entfaltung des Kräftespieles der Menschheit gegeben sind dadurch, daß die Offenbarung den Schutz der Schwachen statuiert und verlangt. Dadurch ferner, daß (sie unter diesem großen Gesichtspunkt die Regelung pller Lebensbeziehüngen fü;r sich in Anspruch (nimmt. Denn (schließlich ist dieses Streben auf denselben Nenner zu bringen,!nämlich ,auf den Schutz des Schwächsten, was sich unter Menschenbrust vollzieht, und das ist der allzeit mit Entbehrungen, Entsagungen, Verzichtleistungen und Opfern verknüpfte Wille zum Guten im Menschen. Die Völker der!Welt ,hatten; es abgelehnt. — Nun erging die Frage an ,die!semitischen Enkel Abrahams. Denn der Offenbarung ging die Frage voran, und zwar in einer ganz und gar nicht mißzuverstehenden deutlichen Form. Es wurde ihnen gezeigt, daß die keine Grenzen kennende Stärkebetonung immer sich selbst das Grab gräbt. Das ist der tiefe Sinn des כפה הר כגיגית Diese Frage aber, die, wie oben erwähnt, der Offenbarung vorausging, ist die Geburtsstunde desjenigen Komplexes tiefgründigster Problematik, den man gemeinhin Judenfrage nennt. Es ist nämlich, um es vorwegzunehmen, die Judenfrage mindestens ebenso eine Frage an die Juden wie an die Welt. Aus dem Augenblick, man darf wohl sagen, ex angustiis und de profundis, ist ein eigenartiger Vorschlag geboren worden, als dessen Träger Herr v. Freytag-Loringhbven in Erscheinung tritt. Das ist der Gedanke, es sollte sich in Deutschland