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Nahalat tsevi · 1933-05-01 · Heft 8-9 (Mai 1933) · p. Seite 241

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
III (5693) 1932/33
Issue
Heft 8-9 (Mai 1933)
Date
1933-05-01
Page
Seite 241 (sequence 9)
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241 Gottes, die Ehre des göttlichen Gesetzes ist von diesem 1. Oktober iab durch unseren Pflichternst und unsere Gesetzestreue bedingt. ואלו לעבדים ולשפחות נמכרנו החרשתי כי אין הצר שוה בנזק המלך ״Wären wir zu Sklaven und Sklavinnen verkauft worden, ich hätte geschwiegen,“ allein — so möchten wir das Wort der Königin Esther variieren — der Gegn:er vergreift sich an einem Gesetz des Königs aller Könige, da darf ich nicht schweigen, da dürfen wir alle nicht schweigen, da muß jeder unter uns das Seinige tun, um der Welt zu zeigen, jdaß uns die Ehre des Judentums nicht gleichgültig ist. Keinen Juden dürfte es von diesem ersten Oktober ab in Bayern geben, der einen ,nicht rituellen Haushalt führt. Das wäre die Antwort an den bayrisehen Staat, die einzig und allein am Platze ,wäre, ,die nicht nur zeigen würde, daß die religiöse Einheit des1 bayrischen Judentums etwas mehr als eine hohle Phrase ist, sondern auch1 die Aussicht lauf einen praktischen Erfolg eröffnen würde. Denn nur dann, wenn wir es als eine Ehrenpflicht betrachten, nun erst recht an der Heiligkeit unseres Gesetzes und unserer Tradition festzuhalten, ist Aussicht vorhanden, daß dieser Angriff auf כבוד ה׳ ותורתו einmal gut gemacht werden wird: אז יבקע כשחר אורך וארכתך מהרה תצמח והלך לפניך צדקך כבוד ה׳ יאספך — אמן. Ein Wort der Ewigkeit an den Augenblick. Kein Leser würde es uns verzeihen, wenn wir ihn in dieser Zeit zwingen würden, ganz der Gegenwart zu vergessen und sich mit uns in wunschlose Träume der Vergangenheit zu versenken. Man verlangt Berücksichtigung der Aktualitäten. Das Verlangen ist berechtigt. Allein wir glauben, der Judenheit den größten Dienst dadurch erweisen zu können, wenn es gelingt, den Augenblick als zarten Faden in den Webstuhl der Ewigkeit einzufügen und dadurch die Kraft zu geben, ihn leichter zu beherrschen und zu;überwinden. Wie war es doch? Da ist ein Volk, wenn man es Volk nennen soll und darf, das eigentlich gar nichts hatte als eine große Tradition und eine große Verheißung. Daß die Tradition nach mehr als 200jähriger Pause noch wach und lebenskräftig war, spricht für die Größe der Mensehen. Das meinen wohl unsere Weisen, wenn sie die Ge- /

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