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Nahalat tsevi · 1933-03-01 · Heft 6-7 (März 1933) · p. Seite 228

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
III (5693) 1932/33
Issue
Heft 6-7 (März 1933)
Date
1933-03-01
Page
Seite 228 (sequence 60)
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226 nicht auch? Sind das nicht einfach Gemeinschaften des unrichtigen Menschengesetzes, Gemeinschaften, die mitten hinein in die Geschichte der Völker führen, der wir ja gerade entrinnen wollten? Herr Doktor, wenn Sie eine solche Jugend also führen wollen, dann sind Sie nicht nur — verzeihen Sie! — Verräter am Gottesstaats-Volk, Verräter am Gottesstaats-Land, Verräter am Gottesstaats-Recht —: dann sind Sie auch Verräter — an der Jugend! Bernheim:- Alfred: Sie kommt — sie kommt — diese Jugend, der Begriffe wie Religionsgemeinschaft, wie Nationalgemeinschaft als ekle Reminiszensen eines längst hinter ihnen liegenden Lebens in de!׳ (,Von der Völker im Ohr klingen werden, und diese Jugend, wenn Sie ihr das Volk des Gottesstaats verbergen, das sie sucht, das Land des Gottesstaats nicht weisen, das sie (ersehnt, das Recht des Gottesstaats verheimlichen, das sie erdürstet —: diese Jugend wird sich in Verzweiflung von Ihnen abkehren und :rettungslos dem radikalsten Sozialismus, rückfallend in die Geschichte der Völker, verschreiben, wenn nicht eine gütige Vorsehung über ihr wacht und sie, gleich mir, unbewußt zu jenem Manne hinführt, der mir gleich einem Propheten die jüdische Zukunftentwicklung vorausgesehen zu haben scheint. Bernheim: Sie denken an- Alfred: An Samson Raphael Hirsch. Bernheim: Ja, ja. Alfred: Zu seiner Zeit war die Idee der jüdischen Gemein- Schaft aller subjektiv Religiösen noch nicht entwickelt. Er stand, wie Sie es schilderten, einer wirklich großen Konzession des liberalen Vorstands gegenüber. Wie viele mögen nur die augenblickliche Konzession gesehen haben und nicht den Keim zu einer geistigen Entwicklung, die den Untergang des Volkes des Thorastaats, eine neue Einheit der Juden ganz nach Weise der Völker, den organisatorischen Sieg des zu Ende gedachten Liberalismus gerade mit Hilfe der Thbratreuen herbeiführen konnte. Noch gab!es ja damals auch nicht die Idee der jüdischen Gemeinschaft aller subjektiv Nationalen. Noch gab es nicht den furchtbaren Anschauungsunterricht der Keneßeth Jißrael, die das Volk des Gottesstaats im Lande des Gottesstaats ohne das Recht des Gottesstaats einen will. Mir scheint, daß Hirsch, wenn er wirklich der Gründer der unabhängigen Orthodoxie ist, die Entwicklung eines ganzen Jahrhunderts vorausgeschaut

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