Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- III (5693) 1932/33
- Issue
- Heft 6-7 (März 1933)
- Date
- 1933-03-01
- Page
- Seite 214 (sequence 46)
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214 großen Oedanken der Schöpfung von Gottes Recht noch einmal zu denken versuchen, wird unser Antlitz vor Freude glänzen, wenn es uns gelingt, einen einzigen Strahl von dem1 Feuerglanz des Gottesrechts zu erhaschen. Ueberblicken wir zum Schlüsse die Ergebnisse unserer Betrachtungen, so erkennen wir die Fäden, die wechselseitig Sozialhygiene und Weltanschauung verknüpfen: Sozialhygienisehe Faktoren sind es, die in die Welt der Ethik und Weltanschauung einzudringen vermögen, auch die jüdische Ethik räumt sozialhygienischen Motiven ihren Platz ein., Prinzipiell bedeutungsvoller aber ist die Erkenntnis, daß die wissenschaftliche Forschung der Sozialhygiene ohne Weltanschauung und Ethik als Grundlage nicht auskomm en kann, daß sie in der letzten Wertung ihrer Ergebnisse abhängig ist. Was wir So auf einem bedeutsamen Spezialgebiet feststellen konnten, paßt in den Rahmen der Beziehungen zwischen Wissenschaft und Weltanschauung, wie wir ihn eingangs skizzierten: Am Anfänge wissenschaftlicher Forschung steht eine gesunde Weltanschauung. Und ebenso kann!— ohne den Wert wissenschaftlicher Arbeit herabzumindern — bekannt werden, daß es nicht die Wissenschaft, sondern die Weltanschauung ist, die im Garten menschlichen Geisteslebens die letzten, die reifsten Früchte pflückt. Auf jüdische Weltanschauung angewandt, bedeutet dies: Beginn und Reife menschlicher Weisheit sei Gottesfurcht! ראשית חכמה יראת ה׳ Jüdische Jugendbewegung V. Von Dr. Harry Abt. Brüh Trumpeldor. I. Bei allen jüdischen Jugendbünden, die in den Blättern dieser Zeitschrift bisher charakterisiert wurden (Kameradenbund, Brith Haolim, Kadimah), konnte eine innere wie äußere Entwicklung beobachtet werden, die auffallenderweise überall so parallel verläuft, daß fast von einer Gesetzmäßigkeit gesprochen werden darf. Anders beim B r i t h T 1־ u m p e 1 d o r.