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Nahalat tsevi · 1933-03-01 · Heft 6-7 (März 1933) · p. Seite 212

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
III (5693) 1932/33
Issue
Heft 6-7 (März 1933)
Date
1933-03-01
Page
Seite 212 (sequence 44)
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212 reitschaft in dem Plan des göttlichen Gesetzgebers gelegen sei, scheint auch aus der besonderen Ehegesetzgebung bervorzugehen, die den auserwählten Trägern der sittlich-religiösen Ideale, den K o h a n i m, zugedacht war. Dies sei hier nur angedeutet. Auch eugenische Tendenzen der Sexualgesetzgebung hier ׳darzustellen,!möchte ich unterlassen. Einige dies|er Gesichtspunkte sind in meiner Schrift über die sexuelle Not gekennzeichnet.41 Gewährt die Betrachtung all dieser Thoragesetze uns die Vorstellung, daß sozialhygienische Elemente an ihrer inneren Struktur beteiligt sein mögen, so tritt das sozialhygienische Motiv noch konkreter in der Welt des Talmud hervor. Der Kenner weiß, daß der Talmud besondere Bedeutung der Eugenik zuweist und eugenische Elemente in die Welt- und Lebensanschauung des Volkes bewußt einführte.!So glaubte er sicherlich den von der Thora gezeigten Weg fortzuführen. Welchen Wert er Erbiichkeitsfaktoren zulegte, ersieht man aus einer Reihe von Bestimmungen über Familiengruppierung. Es wurden die hinsichtlich ihrer Abstammung unsicheren Eiemente in verschiedene Klassen eingeteilt und so! eine sittliche Rassenreinheit gefördert. Bei dem Priester stamme traf man besondere Vorkehrungen. Von tiefem eugenischen Verständnis zeugen auch die Ratschläge, die die Weisen für die Eheschließung geben: wer eine Frau heiraten will, sehe sich ihre Brüder an, denn die Söhne gleichen zumeist den Brüdern der Frau42. Heirate nicht um des Geldes willen, sonst erhältst du unwürdige Kinder43. Sieh nicht auf das Aeußere, sieh auf die Familie44. Im Einzelmenschen kann ja nur der sich bildende Phaenotypus erkannt werden, die Beachtung der Familie erweitert den Blick und läßt den Genotypus ahnen. Die körperliche Gesundheit der Familie wird zwar auch gewertet. Man heirate nicht in eine kranke Familie45. Wesentlieher aber erscheint das Bestreben, besondere ethisch-religiöse Rasse-Qualitäten zu zeugen. Das kommt in dem Rate zürn Ausdruck:46 man soll sein Hab und Gut verkaufen, um 41 Weiteres Material bringt auch Grunwald in dem Sammelwerk ״Hygiene und Judentum“ s. 0. 42 Baba batkra 110 a. 42 Nedarim 20 a. 44 Taanith 20 b. 4s Jebamoth 64 b. 4t> Pesachim 49 b.

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