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Nahalat tsevi · 1933-03-01 · Heft 6-7 (März 1933) · p. Seite 185

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
III (5693) 1932/33
Issue
Heft 6-7 (März 1933)
Date
1933-03-01
Page
Seite 185 (sequence 17)
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165 wenn anderes schimmert, dieses wärmt. — Gehen wir ein in :die Hütte des Erdenlebens, und wo wir ein Gemüt zagend und [bangend finden, da richten wir es auf mit des Trostes Wort belehrend!seinen Geist, was denn das wahre Wertvolle sei im Leben, daß gerade das es sei, was kein Zeitensturm uns rauben mag, :sein Herz erwärmend mit der Liebe Hauch, daß die Träne des Elends sich wandlein stille Zähre der Ergebung; — treten wir ein in der Reichen Prachtgebäude, rufen \vir sie auf von verweichlichendem Pfuhl des Schweigens, mahnen sie an Menschenwürde und an Mannescharacter und Mannesstärke, — treten wir dem Jünglinge entgegen, wenn seines Lebens ernsten Lauf er beginnt, dem Manne entgegen auf des Lebens ernstem Pfad, mahnen wir ihn, daß er den Gott bewahren soll an der Lehre ^seiner Väter, daß er sich hüten soll vor fremdem Weibe mit jgleißnerischer Zunge, sich nicht soll blenden lassen vom falschen Schimmer des Israel fremden Treibens; zeigen wir ihm die [Dornen auf seiner Bahn und spornen seinen Mut, zeigen ihm auch :die Rosen nicht minder, zeigen, wie der Rosen schönste wir gelbst uns pflanzen und jeder Dorn eine Staffel sei, zur Lebensblüte führend; — stellen wir uns dem Vater, der Mutter in den Weg, lehren sie, wie Gottgeschenk die Kinder seien, wie in ihren Sprößlingen sie fortleben, und in dem Edlen, in dem Guten, das in ihres Kindes zarte Brust sie pflanzen, sie auf Erden schon Unsterblichkeit sich gründen, jene stille wahre Unsterblichkeit, wo geistiges Wirken fort und fort sich trägt, in Kind und Enkel und Enkels Enkel fortkeimt und blüht und Früchte trägt; lehren sie: das in eigenem Leben bewährte Vermächtnis unserer Väter auch ihren Kindern mit hinauszugeben als Kompaß für die stürmische Fahrt auf wogenreichem Meer des Erdenlebens, als freundlich begleitenden Ratgeber auf der Pilgerschaft, ein Herzensschatz im Leben; — begleiten wir den stabgebückten Greis, erheitern seinen lebensmüden Blick, lehren ihn an Vergangenheit sich erfreuen und Gegenwart als Brücke zur glanzwinkenden Zukunft zu durchschreiten. — Erinnern wir den Kaufmann, den Handwerker, im Dienst des Körpers des besseren Selbst nicht zu vergessen, des Herzens und des Geistes; — den Mann des Geistes, den Gelehrten: nicht auf Kosten seines Herzens den Geist zu bilden, und in Betrachtung übers Leben, zu leben nicht versäumen.- Und fachen wir in arm und reich, in alt und jung das Gefühl an: als Bruder sich fühlen, als Kinder eines Vaters, Sproß-

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