Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- III (5693) 1932/33
- Issue
- Heft 6-7 (März 1933)
- Date
- 1933-03-01
- Page
- Seite 183 (sequence 15)
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Geist, daß auch das Tier nur fordere, was der Qeist für ,förderlieh erkannt, — daß diese Freiheit — dumme Sklaverei sie schelten!? ״Wen soll hier ein Lehrer in Israel Erkenntnis lehren, ״wem, was sein Qeist vernommen, begreiflich machen? ״Jenen? Ewige Säuglinge an Muttermilch! Diesen? ״Schon alt sich dünkend an der Mutterbrust! Denn Qe- ״bot auf Gebot gehäuft, dünkt sie diese Lehre, Rieht- ״schnür auf Richtschnur, und sie fühlen sich hier be- ״schränkt und dort beschränkt! Der wird wahrlich1 mit ״Stammellippe, mit fremder Zunge zu diesem Volke ״reden, der ihnen sagen möchte, dies ist gerade die Ruhe, ״Oh, gönnet sie dem Müden, und dies der Ruh Erquik- ״kung, — und sie wollten nicht hören.“ — So stehen wir denn mit unserer Lehre im Gegensatz zur Welt. — Waren jene Seher es minder? — und vollführten sie ,nicht dennoch ihren hehren Beruf und wurden Männer der Rede? Aber wie vermochten sie es? Nicht, indem sie entgegenzusetzen sich begnügten; mit in ihre Rede nahmen sie es auf, dieses Trugbild und entlarvten es, hoben aus dem ,wilden Treiben ihre Brüder hinauf zu sich, daß ihr Blick erleuchtet werde zu schauen die Wahrheit, daß ihr Ohr geöffnet werde zu hören das Wort, und vom Herzen die fühllose Fettrinde sich löse und frei das Gemüt zum tätigen Wollen sich erneue, sie sprachen zeitgemäß dem Müden das, das ewige zeitlose Gottes wort, sie waren Aerzte dem Siechen und Kranken. — Als Jesaias, dem Zeitenwächter, zuerst Idas Auge sich hob und er die Gottheit gewahrte in Hoheit und Glanz, Weltenschöpfer, erhaltend und lenkend, gewahrte, wie, was uns selbständig, rüstig schnellwirkend lebendige Kraft alles Gedeihens und Lebens dünkt, vor ihrem Throne!schweigend steht, des Herrscherworts gewärtig; als in seiner Brust zum ersten Male der Schöpfung dreimal Heilig wiedertönte; —da ahnte es ihm, daß gegen diese Himmelsreinheit;seines Volkes Leben sich vergangen, und so die Gottheit aus seinem Lebenstempel weiche, fühlte in Mitte unreinen Volkes sich selbst unreiner Lippe — und zagte — Sieh! da schwebt aus jener Dienerschar einer zu ihm hin, reicht die Kohle ihm, die ,nur noch glimmende Kohle, vom Altar seines Volkes genommen — und er ward Israels großer Seher!- So :mögen auch wir den noch glimmenden Funken aufgrei-