Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- III (5693) 1932/33
- Issue
- Heft 6-7 (März 1933)
- Date
- 1933-03-01
- Page
- Seite 178 (sequence 10)
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ernst und trübe sich’s um ihn zusamjmenzieht. — Dann ,wird es uns klarer noch vor die Seele treten, daß von dieser geweihten Stätte aus den uns anvertrauten Brüdern der Blick zu öffnen sei für das, was denn fdas Leben sei, ,für uns, was wir dem Leben; und dieses Bild in ihre Brust so hinzupflanzen, daß es das werde, was sie für die Aufgabe ihres Lebens; nunmehr erkannt. Doch wissen wir’s ja wohl, daß dieser Akt der Rede nicht die ganze )Aufgabe sei, die unser Beruf uns auf erlegt. Dreifach erscheint das Leben des, der an die Spitze einer Gemeinde;ist gestellt, dem es zur Aufgabe gemacht ist, rein zu halten das Leben seiner Anvertrauten und fördernd es dem Ziele näher zu bringen, das der Vollendung Siegel allein ihm aufzudrücken vermag. — Unmittelbaren Ausspruch erwartet seiner Gemeinde jeglieh Glied, wenn des Lebens mannigfacher Wechsel ihm ein neues Verhältnis zugeführt und es nun zweifeln mag, was dieses!neue Verhältnis für neue Pflicht ihm bringen möge. — Im eigenen stillen Leben wird der an die Spitze gestellte Rabbi!schweigend seiner Gemeinde ein nach menschlicher Kraft vollendet Bild des reinen jüdischen Lebens vorführen, das ein schweigend Beispiel, oft mehr wirkt, nachdrücklicher oft redet, lebendiger das Gemüt ergreift zum Nachstreben und zum ׳Eifer für die eigene Vollendung als manches prunkvolle Wort, als manche schön gezierte Rede, in der nach bekanntem Spruch, dem seelenlosen Meilenzeiger gleich, der Redner den Weg wohl weist, doch voran nicht eilt in des Wandels eigenem Beispiel. ׳— Kommt nun zu diesen zweien als Drittes die öffentliche Rede noch hinzu, so soll sie ja wöhl uns deuten, soll klar machen, was in unmittelbarem Ausspruch denn enthalten, wie jegliches Verhältnis die Norm selbst ausspricht, die dafür vorgeschrieben, — soll das stille Beispiel des eigenen Lebens nun mit dem Wort beleben, daß es noch kräftiger rede, noch lebendiger das Streben wecke in des Hörers Brust des Geistes Blick ihm öffnend und des Herzens Wollen ihm stärkend, seinem Innern die Tat entlockend, die des Lebens Bau ihm fördere. Beschäftigt uns jedoch hier vorzüglich nur diese Aufgabe der öffentlichen Rede, so dürfen wir ja wohl einen Blick zurückwerfen in eine Geschichte unseres Volkes, und dort erspähen, ob denn diese Aufgabe eines Lehrers in Israel wirklich ganz