Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- III (5693) 1932/33
- Issue
- Heft 6-7 (März 1933)
- Date
- 1933-03-01
- Page
- Seite 176 (sequence 8)
- Belongs to
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fen, mit freudiger Lust es inne werden, daß auch für den Schatz von Fähigkeiten, mit dem Er vor allen Brüdern, seiner Schöpfung Fürst, den Menschen ausgestattet, für Qeist und Herz und für lebendiges Tun und Wirken Er des Lebens Kreise uns gezogen; doch mit Vernunft und Sinn sein Kind geschmückt, daß es begreifen kann den Willen seines Vaters, und wenn es gleich des Vaters Wille und Wort in seinem Leben nur!vollführt, doch er begreifend, er mit Bewußtsein übend, mehr denn seiner Schöpfungsbrüder ganze Schar, die eigene Tat vollbringt. — So werde denn auch unserem Wirken das Schöne des Werkes unseres liebevollen Gottes der Gerechtigkeit; wohl gründe Er unsere Tat auf uns, schenke uns die Kraft des Geistes, daß mit Selbsttätigem Bewußtsein wir sie voilführen, doch Begründer, Ordner, Bestimmer unserer Tat — sei Er! — Ist demnach Begriff, ist besonnene Erkenntnis das Recht, das auf unser Leben erst gerechten Anspruch des Eigentums uns leihet, so möchte wohl sich’s ziemen, meine Freunde, ,daß beim Beginnen unseres Vorhabens, wozu einstimmig und freundlich wir uns die Hände reichten, wir auch durchs Wort uns!selber erst vergegenwärtigen, was es denn sei, wohin wir streben, was unseres Ziels Begriff uns selber denn für Normen setzt, in denen allein wir mit besonnenem Schritt dem vorgesteckten Augenmerk entgegen zu eilen hoffen dürfen. — Denn gar gewaltig ist das Wort, ist mächtig selbst für uns, die wir’s doch ausgesprochen. Lebt nur in Bildern, in ,Gedanken nur, der Begriff unseres Strebens in uns, wie leicht verwischt wird er dann, wie oft läßt eigene Schwäche es nicht zu, im entscheidenden Moment mit aller Kraft ihn uns hervorzurufen; — haben wir ihn jedoch selbst durchs Wort entäußert, losgesagt ist er dann von des inneren Lebens Wechsel, tritt als mächtiger Gebieter an ernsten Stunden ernst vor unseres Herzens, unseres Geistes Blick, mahnt uns, des Zieles nicht zu vergessen, das wir ja selber uns gesteckt, mit vollem Bewußtsein selbst uns vorgezeichnet, mahnt uns zu sein, was wir gewollt, zu üben, was wir schon längst begriffen. — Doch haben auch Sie, geehrte Freunde, ihr ganzes Leben einem Ziele nur geweiht, fast möchte ich sagen, einer Idee Ihr ganzes Leben nur gelebt, und sind Sie jetzt aufgefordert, Rechenschaft von diesem inneren Leben zu geben, das Resultat ans Licht zu stellen, das Ihres Geistes eigenstes Eigentum geworden; so werden Sie mit mir fühlen, werden mir’ls wohl nicht verargen, wenn nur ,mit