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Nahalat tsevi · 1933-03-01 · Heft 6-7 (März 1933) · p. Seite 174

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
III (5693) 1932/33
Issue
Heft 6-7 (März 1933)
Date
1933-03-01
Page
Seite 174 (sequence 6)
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174 jaht sie in höchstem Ausmaß. Gottes Stiftungen sind ihr die Nationen, und nicht Klassen und Stände, sondern die Nationen werden einst an Gottes heiligem Berg, gleichwie die jüdische Nation am Sinai, das Recht ihrer nationalen Lebensgestaltung erhalten. Es ist der stolze Glaube des jüdischen Menschen, daß er mit seinem Gott dienenden Nationalismus diese Zukunft der Nationen der Menschheit vorweglebt. Der jüdische Nationalismus ist das Bekenntnis zum Königtum Gottes. Zwischen diesem Nationalismus und der Treue zur deutschen Nation besteht nicht nur kein Gegensatz: gerade dieser nur und nur Gott dienende Nationalismus macht die Treue zur deutschen Nation zu von Gott gebotener Pflicht. — Es ist das Höchste, dessen Menschen gewürdigt werden können: für Gott zu leiden. Wem die jüdische Idee eine Wahrheit ist, dem ist sie mit keinem Opfer zu teuer erkauft. — Anders als bisher, bewußter und intensiver müssen wir unsere Jugend für die geschichtliche Idee des Judentums erziehen. Sehnsüchtiger als je schauen wir heute nach dem Ziel der Zeiten. Vor unserem Auge schwebt das Heilige Land, die Stätte kommender Gottesherrlichkeit. Wie das ,Gottesrecht der Thora einer Gott dienenden Nation bedarf, so schreit es ,nach dem Gott dienenden Land. Errichten wir in unseren Herzen den Gottesstaat der Zukunft, und lassen wir uns alsdann von unseren Herzen zur Tat treiben, im Dienste der jüdischen Nation und im Dienste der deutschen Nation, liebend vereint im Gotteshause der Menschheit. — Der Rabbi als Redner in Israel. Von Rabbiner S. R. H i r s ch זצ״ל. Wir fahren mit der bereits im vorigen Jahrgang begonnenen Veröifentlichung von Dokumenten aus der Frühzeit des geistigen Schaffens Rabbiner Hirschs זצ״ל fort. Von besonderem Interesse dürfte d i c R e d c sei m mit der der noch nicht 22jährige Bonner Student den vonlihm gegründeten Red nerverein am 16. K i s 1 e w 55 90 (12. Dezember 1829) eröffnete. (Über diese Rede wie auch über den Rednerverein finden sich in den nachgelassenen Schriften von Abraham Geiger 5. Band, Seite 18 ff. interessante Aufzeichnungen.) Sie hat nicht nur biographisches Interesse, sondern legt, wiewohl ihr jugendlicher Charakter und die zeitgebundene Form sich nicht ver-

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