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Nahalat tsevi · 1933-01-01 · Heft 4-5 (Januar 1933) · p. Seite 160

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
III (5693) 1932/33
Issue
Heft 4-5 (Januar 1933)
Date
1933-01-01
Page
Seite 160 (sequence 48)
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160 tismus sagt, ist als unabweisbares Regulativ umzustellen, was Dr. Elias Fink in seinem instruktiven Aufsatze ״Religionsphilosophisches in S. R. Hirschs Kommentar zum Pentateuch“ (in der Hirsch-Jubiläumsnummer des Israelit, S. 28 u.f.) diesbezüglich aufs knappste aus der Religionsphilosophie Hirschs darzustellen sich bemüht. Denn das Hirschs diesbezügliche Auffassung sich mit den tiefsten Quellen jüdischen .Wesens deckt, oder, um mit Wohlgemuths bereits zitierten Worten zu sprechen: auf das ״jüdischste“ gedacht wurde, kann nicht bestritten werden. Die betreffende Stelle in erwähntem Aufsatze (S. 29) lautet wie folgt: ״Nicht in besonderer Ekstase und Verzückung ist die Gottesnähe zu suchen, sondern mitten in unserem irdischen Leben, sofern es sich auf seiner sittlichen Höhe hält. והיה מחנך קדוש Das Wie eines solchen Verkehrs, wie also Gott zur Menschheit gesprochen hat, bleibt uns freilich ewiges Räteei, wie denn Sprache überhaupt uns eigentlich rätselhaft bleibt.Keinesfalls aber ist Offenbarung etwa bloß Erzeugnis der menschlichen Phantasie, denn Gott spricht nicht in dem Propheten, sondern er tritt aus seiner Unsichtbarkeit heraus und spricht zu ihm. In die Modalität einer prophetischen Offenbarung können wir allerdings nicht eindringen, aber sie gehört allerdings nicht in die Kategorie der Schwärmerei, wird auch nicht durch die Vorstufe des התבודדות das ist räumlicher und geistiger Vereinsamung, gewonnen, sondern das frisch pulsierende, gottgeweihte Leben erlangt die Gottesnähe, wie es auch die Weisen ausdrücken, wenn sie sagen אין השכינה שירה לא מתוך עצלות ולא מתוך עצבות ולא מתוך שחוק ולא מתוך קלות ראש ולא מתוך שיחה ודברים בטלים אלא מתוך שמחה של מצוד, das heißt, nicht Schlaffheit oder Trübsinn, nicht Ausgelassenheit, Leichtsinn oder Tändelei, sondern ,מצוד-Freude bringt den Gottesgeist auf den Menschen. Auch auf der niederen Stufe der Prophetie, die durch בחלום אדבר בו gekennzeichnet wird, ist der Traum nur ein Medium der Mitteilung an den Menschen, denn אין השכינה שורה אלא על גבור עשיר הכם ועניו Gott wählt zu seinem Organ nur einen starken, reichen, weisen und bescheidenen Menschen, damit nicht krankhafte Halluzinationen für Gottesgesichte ausgegeben werden. Nur ein unabhängiger, für sich selbst nichts erstrebender Mensch vermag die Dinge in jener reinen Objektivität zu verstehen, die der Botschaft Gottes entspricht, nur ein zur Vollendung gereifter Geist versteht das Wort Gottes zu fassen und weiterzugeben. Dies liegt aber weit

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