Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- III (5693) 1932/33
- Issue
- Heft 4-5 (Januar 1933)
- Date
- 1933-01-01
- Page
- Seite 159 (sequence 47)
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159 zitierten!Worten zum Ausdruck gelangt (s. ausführlicher Hirsch zur St.), und nach 1welcher die Thora uns nicht das Gottesda sein offenbaren will, sondern was nun in dieser von Gottes Allmacht erfüllten, von Gottes Gesetz beherrschten Welt der Mensch!mit seinem freien Wollen und Vollbringen solle —also: das Gesetz! Fiür die Richtigkeit der Auffassung Hirschs spricht nicht bloß die Hervorhebung der unzweifelhaft die gesetzlichen Bestandteile der ,Thora betonenden Ausdrücke:'משפטי ה׳, יראת ה׳, מצות ה׳, פקודי ה, sondern auch jener berühmte jesaianische Ausspruch: שאו מרום עיניכם וראו מי ברא אלה. Auch ist es selbstverständlich, daß auch nach der Auffassung Hirschs der Zusammenhang der beiden Hälften des 19. Psalms gegen diejenigen, welche diese beiden Teile zwei verschiedenen Autoren zugesprochen wissen wollen, zumindest als so stark erwiesen zu gelten hat, wie nach der Auffassung Wohlgemuths. Nach Wohlgemuth schildert die erste Hälfte, wie die Himmel!erzählen von der Herrlichkeit Gottes, findet aber diese Offenbarung für unzureichend und fügt in der zweiten Hälfte als notwendige Ergänzung hinzu, die übernatürliehe Offenbarung durch die Lehre Gottes. Nach Hirsch tritt dieser Zusammenhang noch viel prägnanter hervor. Die erste Hälfte (V. 2—7) spricht die bedeutsame Wahrheit aus, wie die Gotteserkenntnis etc. schon aus dem gedankenvollen Anblick der Natur zu schöpfen sei. Während die zweite Hälfte (von V. 8 an) es ausspricht, daß aber trotzdem der Mensch das Gottesgesetz für die Aufgabe seines Daseins auf Erden nicht aus diesem Anblick des Himmels und der Erde zu schöpfen vermag, sondern nur das geoffenbarte Gottes-Wort ihm diesbezüglich klare Antwort geben kann. (Uebrigens machte ähnliche Gründe gegen die Auseinanderreißung dieses Psalms j seitens Rosenmüller, De Wette und Ewald usw. L. Philippsohn ir! seinem Komm, zu der St. geltend, wie dessen Einleitung zu diesem Ps. überhaupt äußerst lesenswert ist.) Ich meinerseits bin nicht für die Weglassung dieses Passus. Ich will eben die Richtigkeit der Hirschischen Auslegung gegenüber Wohlgemuth beweisen. II. Neben das, was Wohlgemuth an mehreren Stellen über Vergleichsmomente zwischen Schelerscher und urjüdischer Auffassung in Bezug auf das religiöse Schauen, Intuition, Prophe-