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Nahalat tsevi · 1933-01-01 · Heft 4-5 (Januar 1933) · p. Seite 158

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
III (5693) 1932/33
Issue
Heft 4-5 (Januar 1933)
Date
1933-01-01
Page
Seite 158 (sequence 46)
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i66 Es ist geradezu intuitiv, wie Hirsch hier in dem schlichten Bibelworte: ויל אשר יקרא לו האדם נפש חיה הוא שמו, den aus dem krassen Empirismus und dem verzweifelnden Skeptizismus herausführenden Ausweg findet. Natürlich!muß noch vorausgesetzt werden, wie nach Hirsch der ״Glaube“ an Gott eigentlich kein ״Glaube“, sondern auf Grundlage historischer Offenbarung unerschütterlich feststehende Tatsache sei: אתה הראת לדעת בי״ ה׳ הוא האלקים אין עוד מלבדו , D u bist durch Schau zum Wissen gebracht worden, daß Gott allein Gott ist, nichts sonst außer Ihm.“ ״Dein Bewußtsein von Gott ist kein Glauben, sondern ein Wissen, und Dein Wissen beruht nicht auf einem Berichte, auch nicht auf der Vermittlung einer schließenden Gedankenverbindung, Dein Wissen von Gott beruht auf der Gewißheit selbsteigener, unmittelbarer, gleichzeitiger Sinnesoffenbarung deiner ganzen Gesamtheit. אתה הראת לדעת : deinen eigenen Augen ist hinreichend zu s e - h'en gegeben, um zu wissen, daß Gott, der dir unter diesem Namen offenbar geworden, der einzige wirkliche Gott ist, den die übrigen Menschen unter so mannigfaltigen Wahngebilden suchen und glauben, אין עוד מלבדו : und daß außer Ihm allein nichts anders in selbständigem Sein vorhanden ist. Er allein ist das absolut Seiende, alles andere Sein ist nur durch ihn bedingt.“ (Hirsch, Komm. V, 4,35.) Neben diesem Faktum des jüdisch-menschlichen Bewußtseins besteht noch nach Hirsch der sogenannte natürliche theologische Beweis zu Recht: ״-׳-!das Buch der Natur und das Buch der תורה, jenes die Quelle der Gotteserkenntnis, dies der Gotteshuldigung —-für die Gotteserkenntn i s, für die Erkenntnis eines allmächtigen Schöpfers, Ordners und Regierers der Welt, es nicht der sinaitischen Offenbarung bedurft hatte, wie diese schon aus dem gedankenvollen Anblick der Natur, insbesondere des Himmels zu schöpfen sei — —-“ (Komm. Ps. 19,1 u. 2.) (In Parenthese: Die Auffassung Wohlgemuths betr. des 19. Ps., wonach nach diesem Ps. nur auf die Größe und Herrlichkeit Gottes, nie aber auf das Dasein Gottes aus der Herrlichkeit der Werke Gottes geschlossen werden kann, daher diese Offenbarung unzureichend und als Ergänzung hinzu die übernatürliche Offenbarung durch die Lehre Gottes nötig ist, steht durchaus in Gegensatz zu der Auffassung Hirschs, die in den

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