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Nahalat tsevi · 1933-01-01 · Heft 4-5 (Januar 1933) · p. Seite 152

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
III (5693) 1932/33
Issue
Heft 4-5 (Januar 1933)
Date
1933-01-01
Page
Seite 152 (sequence 40)
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152 chers, nicht des Denkers bleibt, wenn auch auf diese Weise oft anregende und lebhafte Diskussionen zustande kommen können. Im Anfang des vorigen Jahrhunderts kam nun eine entgegengesetzte Methode, der Higgajon, auf. Seine These lautete, daß die Thora für den Menschen gegeben sei, daß daher auch ihre Erkenntnis gerade innerhalb der Grenzen des menschliehen Verstandes möglich und notwendig sei. So muß jeder Begriff vom Verstand erst sanktioniert werden, ja auch neuformulierte Verstandestheoreme haben die Fähigkeit, bisher als unumstößlich geltende Wahrheiten zu erschüttern. Sogar Naturgesetze, philosophische Theorien und psychologische Eracheinungen zieht der Higgajon zur Erklärung der Thora heran. Hierdurch wird der Mensch gezwungen, sein Letztes in einen so gewonnenen Begrifi hineinzulegen, da alle menschliehen Gefühle und Regungen zu seiner Schaffung und Kontrolle in Anspruch genommen werden. Dazu vertieft und schärft diese Tätigkeit allmählich das Denken. Jedoch jede dieser beiden Methoden hat ihre Fehler. Die Resultate des Pilpui entsprechen oft nicht der Wirklichkeit, während der Higgajon seine Grenzen schwer zu wahren weiß, da er oft der menschlichen Erkenntnis durch ihr Wesen verschlossene Dinge in seinen Forschungsbereich einbezieht, in Telschi schuf man daher eine Synthese beider Methoden, von der beide gewannen. Man erkannte zwar die Voraussetzung an, daß die Thora an sich nicht der Kritik des menschlichen Verstandes unterliege, fügte jedoch hinzu, daß der Verstand trotzdem irgendwie in der Lage sein müsse, die Probleme der Thora zu lösen, da sie ihm zur Verwirklichung überantwortet sei. Sie Achte sich nur nicht an den einfachen, nichtausgearbeiteten Verstand, sondern an einen ihrer Anschauung der Dinge analogen Idealverstand, dessen Regeln zu ergründen Zweck des Thora- Studiums sei. Diese Methode heißt Hawanah. Ihre Aufgabe ist, den menschlichen Verstand in seine von der Thora vorgeschriebene Bahn zu lenken. Denn' unsere sinnliche Welt hat ihren Ursprung in einer viel höheren geistigen. Erst das Bild der sinnlichen Welt, weiches!sich uns von dort aus ergibt, ist ihr wahres und richtiges. Diese geistige Welt in der allerdings jedermann eine Stufe erklimmen kann, stellt nun für uns die Thora dar und ist so für uns der Schlüssel alles geistigen wie materiellen Seins und Geschehens. Wir negieren

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