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Nahalat tsevi · 1933-01-01 · Heft 4-5 (Januar 1933) · p. Seite 151

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
III (5693) 1932/33
Issue
Heft 4-5 (Januar 1933)
Date
1933-01-01
Page
Seite 151 (sequence 39)
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151 werte Fortschritte machen. Nur so ist es der zahlreich hier lernenden westeuropäischen und amerikanischen, im Talmud nur spärlich vorgebildeten Jugend möglich, im Verlauf von 2—3 Semestern sich soweit im Lernen zu vervollkommnen, daß sie imstande ist, den Lehrstoff der Jeschiwah1 (100—120 Blatt im Semester) mit den wichtigeren Kommentaren selb&tändig durchzuarbeiten. Diesen ihren organisatorischen wie den späterhin zu behandelnden geistigen Aufbau verdankt die Jeschiwah zum großen Teile Rabbi Elieser Gordons kongenialem Schwiegersohn, seinem Mitarbeiter von den ersten Anfängen der Jeschiwah und späteren Nachfolger, Rabbi Josef Löb Bloch זצ׳ל. Der Stempel seiner monumentalen Persönlichkeit ist heute noch der Jeschiwah aufgedrückt, an deren Spitze derzeit wiederum sein ihm ebenbürtiger Sohn und Mitarbeiter Rabbi Abraham Jizchak Bloch שליט״א steht. Neben ihnen wirkte noch an der Jeschiwah Rabbi Schimon Skop שליט״א, heute Leiter der Grodnoer Jesehiwa, einer der größten Talmudpädagogen unserer Zeit. Als dieser Telschi verließ, berief Rabbi Elieser Gordon als seinen Nachfolger Rabbi Chajim Rabinowitz זצ’ל> Auf diesem Posten verblieb er auch späterhin nach Uebernahme der Leitung der Jeschiwah durch Rabbi Josef Löb Bloch bis zu seinem Tode. Auch sein Andenken lebt in seinen wegweisenden Forschungsergebnissen in der Jeschiwah noch heute fort. Heute stehen Rabbi Abraham Jizchak Bloch seine Brüder Rabbi Salman und Rabbi Elijahu Meir sowie Rabbi Esriel Rabinowitz שליט א, Rabbi Chajims Sohn, zur Seite. Auch die Lehrmethode von Telschi war eine neue. Das Originelle in ihr war die erstmalige Verschmelzung von Pilpul und Higgajon. Der Pilpul, die Methode des Talmudstudiums im 17. und 18. Jahrhundert, ging von der Voraussetzung aus, daß die Thora (hier stets im umfassendsten Sinne einschließlieh des Talmuds und seiner Kommentare gebraucht) von Gott gegeben, daher transzendent sei und über der Kritik des menschlichen Verstandes stehe. Sie könne darum nur durch ihr innewohnende, lediglich in ihr zu suchende Begriffe, die auch in offenem Gegensatz zu unserer Erfahrung stehen dürfen, verstanden werden. Durch ständige exegetische Die- und Induktion müsse man diese Begriffe in sich widerspruchslos aufzustellen versuchen. Es kann allerdings auch der Fall eintreten, daß der Pilpul in eine vom Menschen völlig losgelöste Dialektik ausartet, wobei diesem nur mehr die Rolle des Spre-

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