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Nahalat tsevi · 1933-01-01 · Heft 4-5 (Januar 1933) · p. Seite 138

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
III (5693) 1932/33
Issue
Heft 4-5 (Januar 1933)
Date
1933-01-01
Page
Seite 138 (sequence 26)
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136 Hand des Textes den Problemen des Lebens gerecht. Die Vielseitigkeit des Inhalts derMegilloth ermöglichte ihm, Jisroels Aufgabe in allen Lebenslagen darzustellen. Die Schönheit der Sprache wetteifert in diesen Kommentaren mit der Schönheit der Gedanken. Letztere hat er den Midraschim entlehnt, die er fast in jedem Verse wie Perlen aneinanderfügt. Die Midraschim bergen die vom Taurohgeiste durchdrungene Philosophie unsrer Weisen in sich. Durch die Fülle des Inhalts vollenden sie sich in den fünf Megilloth zu einem Mikrokosmos des Tauroh- Universums. Da Rabbiner Raphael Breuer sie im Anklang an den Schrifttext sinngemäß gedeutet, so hat er in seinen Erläuterungen zu den 5 Megilloth eine ״Tauroh-Welt im kleiners“ geschaffen, die auch nach seinem Heimgang weiterwirken und einen reichen Beitrag zur Herbeiführung der vom Propheten Jesaias verheißenen, von Gotteserkenntnis erfüllten Zeit liefern wird. In diesem Sinne hat der übliche, den Lieberlebenden geltende Jahrzeitswunsch עד ביאת הגואל für die Werke Rabbiner Raphael Breuers eine tiefere Bedeutung. * * * Früh, in der Vollkraft seiner Jahre, ist Rabbiner Raphael Breuer צ ל; abberufen worden. Als wahrer תלמיד חבם schreitet er aber laut dem Aussprüche des רב חייא בר אשי אמר יב in der Gemoro Moed Katan (29a) noch immer von einer geistigen Errungenschaft zur anderen beseligt voran; denn, wie er sich während seines irdischen Daseins in Ehrfurcht vor dem System des Taurohuniversums gebeugt und als תלמיד חכם die Grenzen menschlicher Erkenntnis niemals aus dem Auge verlor, so erblickt jetzt seine reine Seele als Lohn seiner 1m Rahmen der Tauroh verbliebenen Forschung in himmlischer Schau das System der jenseitigen Gotteswelt, in weicher die Schar der Engel, frei von Fehl und Sünde, den göttlichen Willen zur Verwirklichung bringt. Dort wird ihm die Wahrheit zum Erlebnis, daß das System des Tauroh-Universums und das System der Himmelswelt von ein und demselben Geiste, von Gottes heiligem Willen, getragen sind. Dort sieht er in ungetrübter Klarheit, daß die beiden Welten im Gottesdienste innerlich zusammengehören. Dort wird er ״im himmlischen Zion bis zu Gott hin gesehen“ (Psalm 84, Vers 8), weil sein hiniediges Leben im Dienste des Prophetenwortes stand, daß einst vom räumlichen Zion die Tauroh, das Tauroh-Universum, in den Menschenkreis hinausziehen wird. —

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