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Nahalat tsevi · 1933-01-01 · Heft 4-5 (Januar 1933) · p. Seite 137

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
III (5693) 1932/33
Issue
Heft 4-5 (Januar 1933)
Date
1933-01-01
Page
Seite 137 (sequence 25)
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137 Prägung unter so veränderten Zeitverhältnissen seinem Volke den Sinn des Judentums auf keine bessere Weise zu erschließen weiß als durch die Veranschaulichung und den Weiterbau der Lehre Rabbiner Hirschs, so liegt darin das stille und doch so laute Bekenntnis, daß sie sich als Grundlage für die Erleuchtung der Geister auch für die Zukunft eignet. Es ist dies im übrigen auch ein Bekenntnis östlicher גאונים, die beim Studium der Kommentare Rabbiner Hirschs die Empfindung hegten, als seien sie mit רוח הקדש geschrieben. Es ziemt sich, an dieser Stelle Rabbiner Dr. Salomon Breuers *זצ״ל , des Vaters Rabbiner Raphael Breuers 1זצ׳ל, zu gedenken. Er war der geistige Vermittler zwischen Großvater und Enkel; denn er hat seinen Kindern durch die Unterweisunng in ש״ס יםוסקים und durch die Einführung in die Gedanken Rabbiner Hirschs die Selbständigkeit verliehen, die Gedankenwelt ihres Großvaters mit tiefem Verständnis nachzudenken und in schöpferischer Forschung auszubauen. Irren wir nicht, so ergibt erst die Gedankenarbeit von Rabbiner Hirsch und Rabbiner Salomon Breuer vereint den Gesamtbegriff der jüdischen Philo- Sophie, und ist darin eine Wahrheit von weittragender Bedeutung enthalten. Wahrlich! Wie sehr auch das Gesetz ohne unsere Kenntnis seines Geistes von uns unbedingte Erfüllung fordert, so sind doch Gesetz und Gesetzesgeist eine organische Einheit. Diese Unzertrenniichkeit der beiden Wissensgebiete wurde schon dem denkenden Jüngling durch die Lehrtätigkeit seiner großen Vorfahren zur unverlierbaren Gewißheit und überzeugte auch ihn davon, daß Gott allein, der Schöpfer des Gesetzes und seines Geistes, das System der jüdischen Philosophie zu schaffen vermag. Dank seiner Begabung und Schulung wäre Rabbiner Raphael Breuer zur systematischen Darstellung der jüdischen Weltanschauung, wie sie sich in den Schriften Rabbiner Hirschs widerspiegelt, befähigt gewesen. Indes, durch die erwähnten Bildner seines geistigen Wesens gelangte er gerade in der vollen Kenntnis der fortgeschrittenen Wissenschaff zu der noch tieferen Einsicht, daß der Verzicht auf ein System der jüdischen Gedankenwelt umsomehr die Unendlichkeit der göttlichen Weisheit stummberedt verherrlicht. So pflanzte auch er als geistiger Ackersmann in Kommentaren und Aufsätzen jüdische Gedankensaat, ln seinem Hauptwerke, den Erläuterungen zu den fünf Megilloth, wird er an

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