Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- III (5693) 1932/33
- Issue
- Heft 4-5 (Januar 1933)
- Date
- 1933-01-01
- Page
- Seite 135 (sequence 23)
- Belongs to
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135 erhabenen Dienste des oben geschilderten Systems, welches Gott als Zweck der Schöpfung vorausbestimmte. In kurzen Zügen stellt sich dies wie folgt dar: Die Tauroh ist mit der Unendlichkeit ihrer Gedanken das geistige Universum, das geistige Weltall. Es entspricht gewiß der Auffassung unserer!Weisen, wenn vir der Vermutung Ausdruck verleihen, daß Gott dem Moscheh dieses geistige Universum auf dem Berge Sinai zeigte. Moscheh hätte sicher das Volk damit vertraut gemacht, wenn es sich durch seine Verirrungen nicht für die hohe Stufe einer solchen Gedankenschau unfähig erwiesen. In allen darauf folgenden Zeiten wurden daher nur Teile der jüdischen Gesamtphilosophie gelehrt. In der schriftlichen Tauroh selber, in den Propheten und heiligen Schriften, in den Midraschim der Tanaim und Amoraim, in den Werken unserer großen Denker des Mittelalters finden wir derartige Teile aus dem Gesamtbilde der jüdischen Weisheit. In unsrer Zeit leistete auf diesem Gebiete Rabbiner Hirsch einen hervorragenden Beitrag. Die Art seiner Forschung berechtigt zu der Annahme, daß seine Philosophie im Vergleich zum Geistesuniversum der Tauroh eine Welt im kleinen darstellt. Er schöpfte seine Gedanken vornehmlich aus der mündliehen Lehre und brachte sie im harmonischen Anschluß an den schriftlichen Urtext zum ,Ausdruck. Die Natur und die Geschichte betrachtete er im Sinne der Propheten und heiligen Schriften. Glaubte er den Kerngedanken eines Gesetzes gefunden zu haben, so prüfte er ihn gewissenhaft an Hand der 11n6 überlieferten Einzelvorschriften. Der so bestätigte Gedanke, der alle Einzelheiten des Gesetzes zu einem einheitlichen Ganzen verbindet, gestaltet ihn zu einem auch noch so 1kleinen Teile des universalen Systems der Taurohphilosophie. Rabbiner Hirsch hat auf die erwähnte Weise die hauptsächlichen Teile der Tauroh behandelt. Diese fügen sich vor unserm geistigen Auge von selbst zu einer großem Gedankenwelt zusammen, die insgesamt im Verhältnis zum Makrokosmos des Taurohuniversums einen Mikrokosmos darstellt. Dieses Tauroh-Weltall im kleinen ist somit im Prinzipe das bestmögliche Werk, welches der Mensch als Abglanz der göttlichen Weisheit zu schaffen vermag. Da es sich zudem auf alle Gebiete des menschlichen Lebens erstreckt, so besitzt es den Vorzug, daß es mit seinem geistigen Gehalte für das Verständnis und die Lösung unsrer S Aufgabe im Golus in vollem Maße ausreicht. Die Philosophie WS