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Nahalat tsevi · 1933-01-01 · Heft 4-5 (Januar 1933) · p. Seite 125

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
III (5693) 1932/33
Issue
Heft 4-5 (Januar 1933)
Date
1933-01-01
Page
Seite 125 (sequence 13)
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5ג1 Moschiach erfüllt, doch seine Aufgabe noch nicht erschöpft. Erst die Neuordnung in der ganzen Welt, erst die Vereinigung aller Völker auf der Grundlage einer gemeinsamen Untefwerfung unter Gott, erst die Erfüllung dessen, was der Prophet Zefania (Kap. 3, Vers 9) verkündet: ״Dann werde ich den Völkern eine lautere Lippe schaffen, daß sie alle den Namen Gottes anrufen und ihm einmütig dienen“, erst diese Erfüllung bringt seine Aufgabe zum Abschluß und verleiht seinem Wirken die Krone. * * * Worin aber wird am Ende der Zeiten diese Neuordnung der Welt bestehen? Sie wird eine neue Ordnung, aber keine neue Schöpfung bringen. An den bestehenden Gesetzen der Welt wird der Moschiach nicht rütteln, die Schöpfungsgeschichte wird keine nachträgliche Ergänzung oder Korrektur erfahren. Es wird äußerlich alles so bleiben, wie es war; nur das innere Getriebe des gesellschaftlichen und des Völkerlebens wird sich geändert haben. Alle Völker werden sich zum Gesetz der Wahrheit bekennen und aufhören, Räuber und Zerstörer zu sein. Nichts anderes meint der Prophet, wenn er die Zeit des Moschiach eine Zeit des Friedens zwischen Wolf und Schaf, Leopard und Böcklein nennt. Was freilich die prophetischen Ausmalungen dieser Zeiten im einzelnen bedeuten, wird erst dann, wenn diese Zeit sich erfüllt hat, offenbar und verständlich werden. Wenn aber in der Zeit des Moschiach Natur und Israel an sich keine Veränderung erleiden werden, dann kann es nur ein neuer Wille sein, der die innere Umwandlung des gesellschäftlichen und des Völkerlebens bewirkt: ein neuer Wille, mit den alten Trieben hinfort anders zu schalten und zu walten als bisher. Nur dieser neuer Wille, der die Adern der alten Welt mit frischem Blut erfüllt, gestaltet die Welt des Moschiach zu einer Zeit des Wunders. Denn würden sich auch die Gesetze der Welt erneuern, dann wäre ja nur die neue Ordnung ein Ergebnis einer neuen Weltschöpfung. Nur dann, wenn die alte Welt mit ihren Gesetzen die gleiche bleibt, wird ihre Neuord» nung ein Wunder sein. Wir haben bereits betont, daß eine genaue Kenntnis der Einzelheiten dieser Neuordnung zur Zeit nicht möglich ist. Die Worte der Propheten enthalten Rätsel über Rätsel, bei deren Deutung selbst die Meinungen der Weisen schwanken. Nicht ein-

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