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Nahalat tsevi · 1932-12-01 · Heft 3 (Dezember 1932) · p. Seite 114

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
III (5693) 1932/33
Issue
Heft 3 (Dezember 1932)
Date
1932-12-01
Page
Seite 114 (sequence 54)
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114 schließlich eine von reinsten und heiligsten Ideen getragene Lehre. Dr. E. M. in A. Zwischen Ruinen und Aufbau in Erczjisroel. Eindrücke von einer Palästinareise mit der Palästinazentrale der Ägudas Jisroei, von S. Schachnowitz. Heraus״ gegeben von der Palästina-Centrale der Ägudas Jisroei, Fra11kfurt״M. 1932. Die Aufsätze, die Red. Schachnowitz im ״Israelit“ veröffentlicht hat, sind nunmehr in einem kleinen, billigen Sammelbande erschienen. Aus ihnen spricht heiße Liebe zu dem Boden jüdischer Geschichte und jüdischer Geistestradition, spricht aber auch Einsicht und Verständnis in die moderne Welt, die im neuen Palästina im Werden ist, Verständnis für die Probleme, die aus der Ferne so oft oberflächlich und schablonenhaft be״ urteilt und verurteilt werden. Alles, die ganze Entwicklung in altem und neuem Jischuw schreit förmlich nach dem Einsatz thoratreuer Menschen mit modernen Kultur״ und Wirt״ Schaftskenntnissen. Die Schilderung eines Sabbats in Tiberias, der fast unberührten Stätte altjüdischer Gei״ steskultur, läßt da besondere Weihe mitempfinden, die von diesem ge״ schlossenen Milieu ausgeht. Die Persönlichkeit Rabb. Sonnen״ felds וצ״ל wird noch einmal lebendig, doch bald danach erlischt das strah״ lende Licht, das Begräbnis gestaltet sich zu einer überwältigenden Mani״ festation der Treue und Anhänglichkeit. Auch andere Vorkämpfer der altjüdischen Palästinaliebe, die sich in ihrer Aufopferung für das Ideal von niemandem übertreffen lassen, werden treffend geschildert und in ihrer Eigenart gewürdigt. Das Büchlein ist wertvoll für alle Freunde eines בדן ארץ ישראל ברוח התורה והמסורה. Dr. Weigl: Das Judentum. Eine volkstümliche Darstellung:. II. Aufl. Berlin 1932, Philo-Verlag G. m. b. H. Ich habe als Student, — vor ca. 25 Jahren in München — einen Nicht״ juden in einer V. J. Ä.״Sitzung über die Schechitah reden hören. Er setzte sich damals für die שחיטה mit heißem Bemühen ein. In der Diskussion trat eine sozialdemokratische Frauenrecht״ lerin auf, um sich in wüsten Tiraden gegen ״diese Art von Tierquälerei“ zu ergehen. Man muß den wahrhaft heiligen Zorn und die Empörung über die Verunglimpfung unserer Sache gesehen haben, in die der Redner über diese Ausfälle geriet! Es war, als ob er in seinen eigensten Ge״ fühlen getroffen worden wäre. Dieser Nichtjude war Dr. Weigl, der Verfasser des Buches ״Das Ju״ dentum“. Diese wahre Begeisterung für Belange unserer אמונה beseelt ihn noch heute; ihn, der es heute wagt, öffentlich für das Judentum, und wohlgemerkt für das gesetzestreue Judentum einzutreten; und der mehr כבוד התורה und אמונת חכמים aufbringt, als leider viele ״ .בני עמנוDas Buch soll (nach des Verfassers Worten) in die religiössittlichen Gedanken״ gänge der jüd. Religion den Fern״ stehenden einführen, Vorurteile be״ seifigen, irrige Anschauungen. richtigstellen und damit die Erkennt״ nis der Wahrheit über Judentum und Juden fördern helfen“. ״Unbeirrt“, schreibt er im Vorwort zur zweiten Auflage, ״von Zeitströmungen und Parteiungen ... stellt es den Ideenkomplex einer Religion dar“, die ihre Bekenner ״in eine sittliche Ordnung einstellt und in der Hoffnung auf das Ewige glücklich macht“. Dieses Vorhaben ist dem Verfasser gelungen und noch mehr. Es ist ihm gelungen durch seine wahrhafte Lie״ be, die er dem Stoff, besser sagen

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