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Nahalat tsevi · 1932-12-01 · Heft 3 (Dezember 1932) · p. Seite 115

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
III (5693) 1932/33
Issue
Heft 3 (Dezember 1932)
Date
1932-12-01
Page
Seite 115 (sequence 55)
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wir: dem Judentum $elbst entgegenbringt. Die Verehrung, die ihn für Rabb. Hirsch durchglüht, er zitiert ihn immer wieder, nennt seine Worte ״goldene Worte“ (S. 268), er rühmt das fromme, gemütsreiche Wesen dieses Führers“, diese Verehrung ehrt ihn selbst. Dr. Weigl zitiert nicht nur die Worte von Hirsch, viele Gedanken im Buche sind der Reflex des Meisters, wie sie sich in Weigls Seele spiegeln. Und man darf ihn einen ungetrübten Spiegel nennen. Klar im Erfassen des Stoffes, klug im Aufbau der Materie und freigebig im Inhalt, stellt sich das Buch dem Leser dar. Ein Vademecum durch das Judentum für alle, für die es gedacht. Es ist in erster Linie ja, der Absicht des Verfassers entsprechend, für Nichtjuden geschrieben. Und doch auch für uns sehr lesenswert, wenn wir auch hie und da nicht ganz folgen können. Von der ״jüd. Geschichte“ beginnend, führt es den Leser zur ״jüd. Religion“, an die ״Quellen des Judentums“, macht ihn mit dem ״jüd. Kalender“, den ״Festen des Judentums“ bekannt. Den Abschnitt ״Das Ritualgesetz des Judentums“, ein kleiner Schulchan Aruch, leitet er mit den Worten ein, die den Geist des ganzen Buches so recht kennzeichnen: ״Altehrwürdig“, so beginnt er ״ragt seit Jahrtausenden in aller Zeiten Wandel herein das Ritualgesetz des Judentums“. Besonders Interessant für jeden Leser, auch für uns, sind die letzten Kapitel: Judentum und Staat, Volkschaft, Staatsreligion, Idiome. Dr. Weigl hält mehr als er verspiicht. Er verspricht, dem Judentum Gerechtigkeit zu verschaffen, und er bringt ihm Liebe. Er ist ein .חסיד אומות העולם Professor Dr. S. Levi. שדת סיתרי ומגיד von Rabbiner Dr. Sinai Schiffer, Verlag I. Rabinowiiz, Karlsruhe, Kriegsstr. 152, 132 Seiten, Preis Mk. 2.50 Die Schwiegersöhne des heimgegangenen Rabbiners Dr. Sinai Schiff er וצ*ל von Karlsruhe haben durch Herausgabe dieser 26 halachischen Gutachten dem verdienten Gelehrten und rabbinischen Führer das schönste Denkmal gesetzt. Die Gutachten behandeln eine Reihe aktueller Fragen vorzüglich aus den beiden ersten Abteilungen des Schulchan Aruch, so z. B. über das Aufrufen zur Thora und Kaddisch-Sagen von Sgnagogenbesuehern, die keine Tefillin legen, über das Verhalten jüdischer Wähler bei politischen Wahlen am Sabbath oder Jaum-Tauw, über das Lesen am Sabbath gedruckter Zeitungen. Ausführliche Behandlung finden auch die Vorschritten von ערב פסח שחל להיות בשבת Ebenso die דיני חדש בזה״ן. Eine Wiedergabe des reichen Inhalts der einzelnen תשובות ist innerhalb des Rahmens einer Besprechung nicht angängig. Wir verweisen Interessenten auf das in leichtem, fließendem Hebräisch geschriebene Werk selbst, dem wir weite Verbreitung wünschen. B. Geburtenregelung und Sittengesetz. Im Zentralblatt für Gynäkologie nimmt Dr. Albert Niedermeyer- Görlitz Bezug auf die in unserer Zeitschrift L Jahrgang, Heft 11/12 1931 veröffentlichten Arbeit von Dr. Jacob Levy und schreibt darüber folgendes: ״Eine mir kürzlich zugegangene vortreffliche Arbeit von Jacob Levy (Berlin), der die Frage der

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