Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- III (5693) 1932/33
- Issue
- Heft 3 (Dezember 1932)
- Date
- 1932-12-01
- Page
- Seite 100 (sequence 40)
- Belongs to
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100 erteilt: ״Wir Nicht-Orthodoxen sind viel schlimmer an Tradition gebunden; an die Aufklärung, die wir sonst überwunden haben.“ Man darf natürlich den Wert eines solchen Bekenntnisses nicht überschätzen, es spricht aus ihm mehr die Neigung zum Irrationalen, die für fast alle Jugendbünde chärakteristisch ist. » Die Angleichung der Kadimahideen an die des Brith Haolim manifestiert sich schon in der gemeinsamen Herausgabe einer Zeitung für die jüdische Jugend: Qalgal. Es sind bisher fünf Hefte erschienen, die nicht nur als Organ für die Jüngeren beider Bünde gedacht sind, sondern sich an die gesamte jüdische Jugend in Deutschland wenden. Qalgal soll das Symbol einer in einem geschlossenen Gedankenkreis lebenden Gemeinschaft sein. Der Rezensent steht nicht an zu erklären, daß diese Zeitung nach äußerer Form, Sprache und Inhalt für die Jugend im Alter von 10—14 Jahren wie geschaffen ist. Sachliche Berichte wechseln ab mit subjektiven Darstellungen, Erlebnisse werden veranschaulicht durch reiches, ausgezeichnetes Bildermaterial. Es ist nur von Palästina die Rede, die Tendenz des Blattes ist rein zionistisch, und auch die Artikel, die sich mit Inhalten der jüdischen Tradition beschäftigen (Jomim Tauwim), sind so stilisiert, als ob der Aufbau Palästinas der einzige Inhalt des Judentums sei. Der neue Kusari. Von Dr. Isaac Breuer ' (15. Fortsetzung.) Alfred:- Bernheim: Es gibt natürlich i!1 Deutschland auch noch mittlere und namentlich kleine Gemeinden, in denen es nie zu einer eigentlichen Reform gekommen ist, die also, ohne Austrittsgemeinden zu sein, verfassungs- und verwaltungsmäßig völlig auf dem Boden der Thora stehen. Aber selbst von diesen gehört der größere Teil Landesverbänden jüdischer Gemeinden an, die wiederum durchaus nicht eindeutig die Alleinherrschaft der Thora anerkennen, vielmehr, ganz nach dem lokalen Muster meiner Gemeinde, mit großer Objektivität den liberalen wie den thoratreuen Bedürfnissen gleichmäßig Rechnung tragen, wobei auch hier zu vermerken ist, daß die