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Nahalat tsevi · 1932-12-01 · Heft 3 (Dezember 1932) · p. Seite 96

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
III (5693) 1932/33
Issue
Heft 3 (Dezember 1932)
Date
1932-12-01
Page
Seite 96 (sequence 36)
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96 manchmal übertrieben erscheinende Form des Scouting zum Ausdruck gekommen ist, dann gewöhnlich als Reaklionserscheinung gegenüber der geistigen Hypertrophie, wie sie in manchen Bünden herrschte. Scouting soll ein Paktieren mit der Wirklichkeit bedeuten, die Erziehung zum ״tüchtigen, praktischen Menschen“. ... -- iv. ׳ ׳ .־■ ־:■; 'j Ein großer Teil des Kadimah fand Genüge im äußerlichen Scouting und Fahrtenbetrieb. Der Gruppe jedoch, deren Führer nicht so entsagungsvoll auf das Hineinbeziehen eigener zionistischer Anschauungen in ihre Erziehungsarbeit verzichten wollten, behagte solch ein Inhalt des Bundeslebens nicht auf die Dauer. Man darf sich nun aber nicht vorstellen, daß die zionisti- Arbeit dieses Bundesteiles sehr erfolgreich gewesen wäre. Man rieb sich in dauernden Auseinandersetzungen mit Nicht-, Halb- und Vorbehaltzionisten auf und verabsäumte es vor lauter Theorien, den Schritt in die ״Wirklichkeit“ zu gehen. Die Folge dieser Auseinandersetzung bilden die vielen Ab- Splitterungen, die in den Jahren 1928—31 eintraten. Zuerst schied die konsequent zionistische Gruppe der Zofim aus, wodurch dem Bund eine Reihe wertvoller Kräfte verloren ging. Die ausgetretene Gruppe war jedoch zu klein, um ein Eigenleben weiterführen zu können, sie verschwand bald von der Bildfläche. Im Jahre 1930 kam es zu einer Festlegung im zionistischen Sinne. Diese Entschließung wiederum führte zum Austritt von etwa 400 Mitgliedern, die in konsequenter Beibehaltung des Scouting sich ״Jüdischer Pfadfinderbund Deutschlands (J. P. D.)“ nannten. Bis zum Jahre 1931 hatte der Bund etwa2/.׳; aller Mitglieder verloren und unmfaßte noch etwa 900 Menschen, die fast ausnahmslos deutsch-westjüdis'chen Familien entstammten. V, Die Hauptaufgabe war jetzt, die gefundenen zionistischen Erkenntnisse in das Leben des Bundes zu!übertragen. Aber auch dieser Prozeß vollzog sich erst allmählich. Die Führer des Kadimah sind ja schon längst Zionisten, sie erziehen jetzt auch bewußt zum Zionismus, arbeiten aber nicht für eine Partei, erzwingen keine Entscheidung durch Druck oder Beeinflussung Jüngerer durch überlegene Aeltere. Man bemüht sich wohl

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