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Nahalat tsevi · 1932-12-01 · Heft 3 (Dezember 1932) · p. Seite 95

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
III (5693) 1932/33
Issue
Heft 3 (Dezember 1932)
Date
1932-12-01
Page
Seite 95 (sequence 35)
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95 von Abzeichen, Fahnen, Fähnchen und Prüfungen, man bedient sich sogar einer Geheimsprache und vieler Geheimzeichen. Man teilt die Gruppen in viele Rangstufen, die nicht nur Alters-, sondern vor aliem Ansehensunterschiede bedeuten. Es gibt Unterschiede zwischen Löwehen, Löwen und brüllenden Löwen, oder die Rangscaia: Wölfling, Jungpfadfinder, Pfadfinder, Rover. Die Pädagogik weiß seit langem, in welch hohem Maße die Symbolik der seelischen Eigenart des Jugendlichen entspricht. Aber oft kann man sich nicht eines Lächelns erwehren, wenn man sieht, welche übertriebene Bedeutung in Kadimahkreisen dieser oben skizzierten Rangordnung beigemessen wurde. Seitenlange Diskussionen über den Inhalt der Prüfungen finden sich in den Bundesblättern. Nachstehend sei aus einer Prüfungsordnung einiges abgedruckt, um dadurch die gesamte Tendenz zu verdeutlichen: Aus der Ordnung der Schichwath Hakfirim (Wölflingsschäft). 1. Rucksackpacken, 2. Kenntnis des Kompasses, 3. Orientierung nach der Karte, 4. Kenntnis der Zeltbahn, 5. Zehn Wegzeichen, 6. Feuermachen, 7. Spalt- und Reefknoten, Schotenstich. Aus der Ordnung der Schichwath hazofim (Pfadfinderschaft. 1. Orientierung nach Karte und Kompaß, 2. Packen und Ausrüstung, 3. Vier einfache Fahrtengerichte, 4. Feuermachen, 5. Sechs Spiele, 6. Zehn deutsche Marschlieder, 7. Zwölf Wegzeichen, 8. Morsealphabet, 9. Sechs Knoten, 10. Drei einfache Zeitformen bauen können. Der Scouting — das beweist schon das eben angeführte Vokabularium — ist im wesentlichen auf militärischer Grundläge (scout=Späher, Spion) entstanden. Das Leistungsprinzip bildet die oberste Richtschnur für die Klassifizierung der Jungschar. Aber das eine sei jetzt schon gesagt zum Unterschied gegenüber dem rein militaristisch aufgebauten Brith Trumpeidor: Leistung ist hier nicht notwendig ein Strammstehen, und Gelöstheit, Ungezwungensein ist noch lange nicht Schlappheit. Fast alle Jugendbünde, auch die jüdischen, haben einiges aus der Scoutingbewegung der Form nach übernommen, aber immer nur als äußeren Ausdruck der Zusammengehörigkeit, nicht als Inhalt, zu dem man erzieht. Wenn im Kadimah diese

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