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Nahalat tsevi · 1932-12-01 · Heft 3 (Dezember 1932) · p. Seite 90

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
III (5693) 1932/33
Issue
Heft 3 (Dezember 1932)
Date
1932-12-01
Page
Seite 90 (sequence 30)
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90 Lichtstrahl endet, wenngleich :Wirkungen des Lichtes, auch noch jenseits des sichtbaren Lichtbildes, unsichtbar strahlen, also endet für uns nur die sichtbare Erdwelt in dem blauen Umkreis des Himmels, und הכלת ist nur die Brücke, die den menschlichen Gedanken aus dem sichtbaren Erdkreis in das unsichtbare Himmlische leitet.“ Im Lichte dieser doppelten Darstellung der Bedeutung der Farben und der Himmelsrichtung gewinnt bereits die kabbalistische Vorstellung neues Verständnis, wenn sie die rote Farbe als Merkmal der Nordseite, der leiblich-irdischen, bezeichnet, die himmelblaue Farbe als Kennzeichen der Westseite, der auf das ״unsichtbare Himmlische“ weisenden und die grüne Farbe als die ״weiterhin geworfene“ Farbe der Ostseite. Zieht man nun ferner in Betracht, daß im; Geiste Rabb. Hirschs der Löwe,!die ״achtunggebietende Größe, die er in der Ruhe und Sicherheit entfaltet“, und der Stier ״überwiegend die vegetative Natur unter den lebendigen Wesen“ charakterisiert, so ergibt sich für Rabb. Hirsch' eine Auffassung, die ihn ganz in die Nähe des obigen kabbalistischen'Vorstellungskreises führt: ״Aus vier Elementen ist das Bild der Cherubim gewoben, viergestaltig die Erscheinung der חיות .... So ergibt sich als Parallele von selbst: שש (weiß) שני;שור (blaurot) ארגמן;אריה (rot) תפלת;אדם (himmelblau) -= נשר.“ (Zu Ex. 26,36). Ist auch an dieser Stelle die Uebereinstimmung keine vollständige,!so zeigt eine mit diesem Ideenkreis zusammenhängende Bemerkung wiederum die gleiche Auffassung. Ausgehend von der Anschauung, daß die שכינה, wie auch' im Heiligtum, ihre Wohnstätte im Westen habe, wird die Südseite von der Kabbala als die ״rechte Hand“ und die Nordseite als die ״linke Hand Gottes“ bezeichnet, so daß die rechte Seite מדת חסד und die linke Seite מדת הדין (oder מדת הגבורה) darstellt. Dieser Gedanke wird von Rabb. Hirsch wie folgt interpretiert: ״Die .Anschauung, die in ימין, der Rechten Gottes, die heifende, Heil spendende ’Gottesmacht und in יד, der Linken, die strafende, vernichtende erblickt, quillt tief aus dem jüdischen Gottesbewußtsein. Gott zeigt seine eigentliche Macht und Größe schaffend und helfend, Leben und Segen gebend, nicht strafend und vernichtend. Von ihm ausgehende Strafe und Vernichtung ist selbst nur ein Weg zum Heile und zum Segen. Seine Linke steht im!Dienste seiner Rechten.“ (Zu Ex. 15,6).

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