Mannheim
Compact Memory

Nahalat tsevi · 1932-12-01 · Heft 3 (Dezember 1932) · p. Seite 71

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
III (5693) 1932/33
Issue
Heft 3 (Dezember 1932)
Date
1932-12-01
Page
Seite 71 (sequence 11)
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2551369-2551370-2551373--0972-2552478
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

n es % B. an Baustoffen zur Gründung von Wohnstätten mangelt, die 'zur Unterbringung von Tausenden von Obdachlosen erforderlich sind, die!schönsten Luxusgebäude von Menschen bewohnt werden, die nicht wissen, nicht fühlen, nicht ahnen was Armut heißt? Allein der Staat ist nicht nur machtlos gegenüber der .Verschwendungssucht der Menschen, sondern er interessiert sich von vornherein für die Sparsamkeit überhaupt nur dort wo sie im staatlichen Interesse Hegt, wo sie Volkswirtschaftlieh wertvoll ist. Dagegen steht er der Sparsamkeit im privatwirtschaftlichen Sinne sehr gleichgültig gegenüber. Nur die Religion kann die Menschen zur Sparsamkeit auch im privatwirtschaftlichen Sinne erziehen. Wie jede moralische Forderung kann auch die Forderung der Sparsamkeit nur dann auf Erfüllung hoffen, wenn sie getragen und unterstützt wird durch die Majestät des Gotteswortes, das unser Gewissen schärft und an unsere Seelen appelliert, indem es mit heiligem Pathos uns zuruft: לא תשחית Vernichte nichts, vergeude nichts, verschwende nichts! Und kannst du nicht anders, ist dir die Verschwendung so zur zweiten Natur geworden, daß alles Einfache und Bescheidene dir unleidlich ist, daß auch die Holz-Menora der Hasmonäer!dein stilles Lächeln erregt, dann zeige deine Verschwendungssucht wenigstens nicht nach außen hin, denn nichts!macht solches רשעות als das, was unsere Feinde jüdisches Protzentum nennen..וירא יעקב כי יש שבר במצרים ויאמר יעקב לבניו למה תתראו אמר להם יעקב לבניו אל תראו עצמכם כשאתם שבעים לא בפני עשו ולא בפני ישמעאל כדי שלא יתקנאו בכס ..... שכח ואכל ושתה אל יתראה בפני הצבור; רש*י: שנראה כחתן בין אבלים ויתקנאו בו (תענית י.) Abkehr von jeder Neigung zum Protzentum, vornehme Zurückhaltung,!stille Bescheidenheit und würdevolle Größe dürfte das Wichtigste sein, was wir in unseren Tagen von יעקב אבינו, aber auch von den Hasmonäern lernen können, die so arm bei all ihrer Größe und so groß in all ihrer Armut waren. Aber nicht nur können wir, das jüdische Volk, gerade in unseren Tagen so manches von den Hasmonäern lernen, auch die אומות העולם unserer Zeit könnten manches von uns, dem jüdischen Volke, lernen, wenn sie sich die Mühe nähmen, einmal genau hinzuschauen, wie wir unser Chanukka zu feiern pflegen. Wir entzünden unsere Lichter, wir singen unsere Gesänge, wir beten unsere Gebete, doch1 die politisch-militärische Vorgeschichte des Festes wird bei seiner liturgischen Feier

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.