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Nahalat tsevi · 1932-10-01 · Heft 1-2 (Oktober 1932) · p. Seite 43

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
III (5693) 1932/33
Issue
Heft 1-2 (Oktober 1932)
Date
1932-10-01
Page
Seite 43 (sequence 45)
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43 vön der Neologie empfangen 'haben. Hören wir nun den ״Israelit“: ״Der Wahrtraum, daß die durch die einer ganzen Kulturwelt Trotz bietende gemeinsame אמונה an תורה מן השמים, durch תרי״ג מצות von Gott selbst geeinten jüdischen Brüder auch organisatorisch zusammengehören (imOrig, gesperrt), über alle Grenzen lokaler sachlicher Gegensätze hinweg, dieser Wahrtraum wird nicht für immer Traum bleiben.“ Gegen den Wunschinhalt dieses Satzes ist auch von unserem Standpunkt aus wohl nichts einzuwenden. Selbstverständlich gehören alle יראים zusammen, das war Rabbiner Hirsch ז״ל eine Selbst- Verständlichkeit, das war Rabbiner Breuer דל klar. Wenn der Traum sich dadurch verwirklichen würde, daß die Gemeinde^ Orthodoxie darauf verzichtete, daß auch wir eine Verbeugung vor ihrem unseres Erachtens schuldhaften Verhalten gegenüber dem Liberalismus machen — was sollte dann die Verwirklichung dieses ״Traumes“ stören. Wenn nun aber der ״Israelit“ fortfährt: ״Auch wenn noch eine Generation ins Grab sinkt, die vor Kraftlosigkeit und Schwäche sich an seiner Verwirklichung hindern lassen mag — ein Chamischo oßor beaw muß doch dereinst kommen, an dem ein ,neues Geschlecht Liebe und Wahrhaftigkeit genug aufbringen wird, um diesen קדוש שם שמי׳ ברבים, nach dem die Zeit dürstet, zu vollziehen“, so müssen wir den Vorwurf der Kraftlosigkeit und Schwäche, soweit er sich etwa an die Adresse unseres Kreises richten sollte, mit aller Ents~hiedenheit zurückweisen. Für uns gibt es in dieser Frage nur einen קדוש שם שמי, ברבים : die Gemeinde- Orthodoxie löst ihr unnatürliches Bündnis mit dem Abfall und verbindet sich mit der unabhängigen Orthodoxie. Alles andere, etwa daß die unabhängige Orthodoxie Veranlassung nähme, ihre׳Tnngegebenen Grundsätze zurückzustellen, um den Beifall der Gemeindeorthodoxie zu erlangen, wäre nach unserer Anschauung kein 'קדוש שם שמי sondern ה״ו das Gegenteil. Wenn der ״Israelit“ diese Anschauung unserer Großen ז״ל offenbar nicht teilt, so mögen die ihm nahestehenden Kreise ihre Ansicht in die Wirklichkeit umsetzen. Was hindert s i e, diesen קדוש שם שמי׳ zu vollziehen? Wir können nicht vom ״Israelit“ verlangen, daß er unsere Ansicht akzeptiert. Verlangen aber können und müssen wir, daß er nicht uns Kraftlosigkeit und Schwäche vorwirft wegen einer Anschauung, die immerhin uns von unseren Lehrern ז״ל überkommen ist. Verlangen müs-

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