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Nahalat tsevi · 1932-10-01 · Heft 1-2 (Oktober 1932) · p. Seite 42

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
III (5693) 1932/33
Issue
Heft 1-2 (Oktober 1932)
Date
1932-10-01
Page
Seite 42 (sequence 44)
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41 die Frage der Selbständigkeit der Orthodoxie eine Angelegenheit von minderer Bedeutung. Sie nahmen das Odium auf sich, gegen jüdische Brüder scheinbar lieblos zu sein, um die Reinheit der Thora in der Gesamtheit zu retten. Die beiden heimgegangenen Großen דל wehrten sich mit ihrer ganzen Kraft gegen jeden Versuch von seiten der Gemeindeorthodoxie, ihre prominenten Vertreter als gleichwertige Führer neben die Führer der selbständigen Orthodoxie zu stellen. Sie sahen darin das Streben, die halachische Frage, deren sachliche Weiterbehandlung durch den plötzlichen Heimgang des Würzburger Raw זצ״ל in!Ermangelung eines ebenbürtigen Gegners unmöglich geworden war, durch plumpe Ueberrumpelungsversuche zu lösen. Sie fürchteten diese Ueberrumpelung um so mehr, als der Ruf nach selbstständigen Thorakorporationen aus verschiedensten Gründen reichlich unpopulär war. Wie Isaac Breuer mit Recht betont, war ein erheblicher Teil der deutsch-jüdischen Orthodoxie kampfmüde und schloß, wie Breuer sich ausdrülckt, mit dem Liberalismus einen Separatfrieden. Mit den halachischen Gesichtspunkten des Würzburger Raw זצ״ל hat diese Friedenssehnsucht und ihre Erhebung zum System selbstredend nicht das geringste zu schaffen, und unsere großen Rabbiner דל konnten nicht laut genug ihre Stimme gegen eine solche Entthronung der Thauro erheben. Populär ist ihre Forderung im Laufe ihrer gesegneten Wirksamkeit allerdings nicht geworden. Und als Rabbiner Breuer זצ״ל sein (Leben beschloß, glaubte die ״Rabbiner-Hirsch-Gesellschaft“ es (dem Manne, dessen Namen sie trägt, schuldig zu sein, gerade auch den Standpunkt seiner ״Intransigenz“ eben wegen seiner Unpopularität allen denen übermitteln zu sollen, die sich Rabbiner Hirsch anschließen wollen. Diese ״Intransigenz“ besteht nun nicht darin, daß etwa einzelne Mitglieder der Gemeinde- Orthodoxie als solche von uns fernzuhalten seien. W i r h a b e n nicht über Einzelmenschen zu Gericht zu sitzen, und gerade Rabbiner Breuer זצ״ל hat sein tiefstes Bedauern über den Bruderzwist zwischen יראים ausgedrückt, indem er diese Trennung gleichsetzte der הבדלה בין מים למים, bei der die חורה das כי טוב״“ wegläßt, während sie die הבדלה בין אור לחושך mit כי טוב bezeichnet. Unsere von unseren Lehrern ז״ל uns übermittelte ״Intransigenz“ besteht vielmehr darin, daß wir uns weigern, solchen Männern uns als Führern zuunterordnen, die ihr Führer-Mandat gegen die orthodoxen Korporationen

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