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Nahalat tsevi · 1932-10-01 · Heft 1-2 (Oktober 1932) · p. Seite 28

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
III (5693) 1932/33
Issue
Heft 1-2 (Oktober 1932)
Date
1932-10-01
Page
Seite 28 (sequence 30)
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26 fraglich genug, die der Arbeiterschaft entlehnten, und nicht einmal die spezifischen Jugendformen seien selbstverständlich. Man verweist zum Trost auf Giwath Brenner in Erez Jisroel, wo, wie oben schon gesagt, an 200 Mitglieder des Brith Haolim in sozialistischer Gemeinschaft leben. Aber diese Einzel- Siedlung, mag sie auch noch so beachtlich sein, bedeutet niemals eine Lösung des großen Fragenkomplexes, der sich aus der )doppelten Zielsetzung des Bundes ergibt. Nehmen wir selbst als möglich an, daß im Verlaufe der nächsten 100 Jahre ganz Palästina aus derartigen Siedlungen sich zusammensetzt und die Verwirklichung des kollektivistischen Gedankens bis an die Grenze des Denkbaren durchgeführt wird: Dann erst fängt das eigentliche Problem in seiner bedeutungsvollen Realität an. Man wird ein um so besserer Zionist sein, je schlechter man als Sozialist lebt. Oder auch umgekehrt. Es ist ein anderes, ob ich in den historisch gewordenen Staaten für eine sozialistische Lebensgestaltung eintrete, die immer im Internationalismus enden muß, ein anderes, ob ich erst nationalistischen Ideen mich verschreibe, ein Volk mit so seltsamen, metahistorischen Daseinsformen, wie das jüdische es ist, säkularisieren will und gleichzeitig vom Sozialismus her die Frag- Würdigkeit dieser Säkularisierung unterstreiche. Der Zionismus mit seiner national-romantischen Geistesströmung ist immer bürgerlich, seit er sein Schicksal mit den imperialistischen Gebilden Westeuropas verband. Und alle Arbeiter- Organisationen, einerlei, ob Pioale Zion oder Hapoel Hazair, die über sozialistische Ansiedlung reden, verwischen und vermischen diese Erkenntnis durch sozialistische Pläne und gut gemeinte, klingende Phrasen. Konsequenz hieß einmal das Vorrecht der Jugendbewegung. Es ist die Tragik in der Entwicklung des Brith Haolim, daß er begründet ist auf einer Zielsetzung, deren Diskrepanz sich notwendig erweisen muß, je weiter der Weg in Wirklichkeit gelingt. VIII. Der J. J. W. B. (Brith Haolim) hat heute in Deutschland etwa 1400 Mitglieder, davon in Berlin allein 200. Das Gros setzt sich aus den Kindern der in Deutschland seit Kriegsende wohnhaften kleinbürgerlichen, verarmten ostjüdischen Kreise zusammen. Aus Familien, die dem Osten entfremdet und im

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