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Nahalat tsevi · 1932-10-01 · Heft 1-2 (Oktober 1932) · p. Seite 26

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
III (5693) 1932/33
Issue
Heft 1-2 (Oktober 1932)
Date
1932-10-01
Page
Seite 26 (sequence 28)
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26 sozialistischen Arbeiterpartei, die eine Zwischenstellung, zwisehen S. P. D. und K. P. D. einnimmt, ,und nimmt an deren Jugendkursen eifrig teil. VI. Nach dem Gesagten kann es nicht wundernehmen, daß die Stellung des Bundes zum orthodoxen Judentum durchaus ablehnend ist. Der Bund unternimmt als einziger von allen jüdischen Jugendbünden in Deutschland, offiziell Fahrten an שבת und יום טוב. Auf koschere Verpflegung während gemeinsamer Veranstaltungen wie Wanderungen und Bundestag wird kein ,Wert gelegt, und man gebärdet sich in der Ablehnung religiöser Formen um so radikaler, weil sowlohl die allgemein zionistische wie auch sozialistische Zielsetzung als bewußter Bruch mit der Tradition empfunden wird. Charakteristisch für diese Ungebundenheit, die man als anderen Ausdruck veränderten Lebensgefühls deutet, ist der Aufsatz eines Mitgliedes vom Brith Haolim, der in der palästinensischen Arbeiterschaft erschien und vom Bundesorgan übernommen wurde: ״Wenn wir in der Stadt wohnen, wollen wir den Schäbbath für Fahrten nützen. Der Landwirt, der am Werktage durch die Arbeit seiner Wirtschaft gebunden ist, will am Schabbath sein Pferd satteln oder den Wagen einspannen, um sein und seiner Genossen Felder zu besuchen oder aber, um zu einem Treffen mit den Genossen einer benachbarten Siedlung zu fahren. Wie gut haben es die Kinder, wenn sie am Schabbath, frei von Arbeit und Schule, die in dem Stall stehenden Pferde benützen können, um gemeinsam oder einzeln weit, wohin der Wind geht, zu reiten. Es ist nur zu begrüßen, wenn der jüdische Junge und das jüdische Mädchen, die zur körperlichen Arbeit zurückgekehrt sind, den Schäbbath, ihren freien Tag, für Körperkultur, Sportspiele, Schwimmen und Reiten ausnutzen. ״Gekränkte“ und ״beleidigte“ Gefühle der Orthodoxie zu befriedigen, bedeutet nicht nur eine Untergrabung der Freiheit der Arbeiterfeste, sondern vielmehr einen Anfang der Auflösung aller Grundlagen einer freiheitlichen demokratischen Gesellschaft.... Nach einem solchen Verzicht werden die Orthodoxen logischerweise verlangen, daß man die 1. Mai-Feier aufgibt, wenn sie auf den Schabbath' fällt und laut der im

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