Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- III (5693) 1932/33
- Issue
- Heft 1-2 (Oktober 1932)
- Date
- 1932-10-01
- Page
- Seite 25 (sequence 27)
- Belongs to
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25 sehe Internationale eventuell erlauben würde. Das ist der Palästinaaufbau ohne England. Das ist die theoretische Auseinandersetzung. Nach offizieller Bundesmeinung ist der Zwiespalt zwischen konsequentem Sozialismus in der Form des Kommunismus und Nationalismus, solange ein junger Mensch mit ihm zu ringen hat, kein Anlaß, seine Zugehörigkeit zum Bunde zu lösen. Nur darf nicht der Bund — sit venia verbo — eine öffentlich-rechtlich gesicherte Heimstätte für die Verewigung dieses Zwiespaltes werden. Das große Fragezeichen, Sozialismus oder Zion i s m u s, darf nicht zum Programm des Bundestages erhoben werden, weil damit — nun kommt der salto mortale — ״die Aktion für den Palästinaaufbau, für die zionistischen Fonds gehemmt wird.“ Also doch eine Ueberordnung der nationalen Aufbauidee über die des internationalen Sozialismus! Diese Entscheidung liegt nicht im Wesen des Bundes, der aus eigener Ideologie heraus den Dualismus zu lösen keineswegs in der Lage ist. Lediglich!im Sinne der allgemeinen, auf jede Jugendbewegung anwendbaren Betrachtungen sucht die Jugend dort Anschluß, wo in konkreter Zielsetzung eine Fülle von Aufgaben praktischer Natur zu lösen sind. Der Zionismus liefert sie: Beschäftigung mit hebräischer Sprache, jüdische Geschichte, Palästinakünde usw. sind Arbeitsgebiete, die dem Bund genügend Aufgaben stellen, lieber Probleme des Sozialismus diskutiert man, bekundet seine untrennbare Verbundenheit mit der werktätigen Bevölkerung der W!elt, als jüdisch empfundene Arbeit leistet man, wobei man aber immer wieder betont, das jüdische Leben sei eben nur ein Schritt näher zur sozialen Gerechtigkeit. V. Wie drückt das alles nun im Bundesleben sich aus? Das äußere Bild eines Bundestages ist gekennzeichnet durch die vielen roten Fahnen und Wimpel. Ein gemeinsamer Gesang der Internationale (auf Hebräisch) eröffnet und beschließt jede Tagung. Die Tätigkeit für zionistischen Fonds war oben schon als verpflichtend erwähnt, die Mitgliedschaft in der sozialistisehen Arbeiterjugend ist fakultativ, doch ebenso allgemein üblich wie die Teilnahme an dem Aufmarsch der Arbeiterschaft am 1. Mai. Man sympthisiert viel mit der neugegründeten