Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- III (5693) 1932/33
- Issue
- Heft 1-2 (Oktober 1932)
- Date
- 1932-10-01
- Page
- Seite 15 (sequence 17)
- Belongs to
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15 dem Blut des Bockes, des Sühneopfers des Volkes, auf die gleiche Stelle des Vorhangs, in gleicher Weise zählend.“ Für sich und für das Volk gelobt er hierdurch, Vorbildlieh und unentwegt, durch treue Einhaltung der Verbote, der מציות לא תעשה!dem Gesetz nicht zu nahe treten zu wollen, die schirmende Scheidewand nicht durchbrechen, sondern ihr weihende Hingebung zollen zu wollen. In der westlichen Hälfte des Heiligtums steht er, indem er gegen den Vorhang sprengt. Tisch und Leuchter stehen in dieser westlichen Hälfte. Dort stehend gelobt er für sich und das Volk gegen Uebergriffe des Geistes und gegen Forderungen der Nahrung das Gesetz und die es schirmenden Verbote vor Uebertretung wahren zu ,wollen. ״Er leerte nun das Blut des Stieres in das des Bockes und leert das volle Gefäß noch einmal in das leere um“, damit sie sich ganz durchdringen und das voll erfüllte das noch unerfüllte erfülle. Nachdem Priester und Volk für sich Treue den Geboten und Verboten gelobt, sollen sie nunmehr,!in einheitlicher Zusammengehörigkeit verbunden, ״die Pflanzung des Heiligtums im Leben erblühen lassen.“ (Ps. 92,4) Wie von oben nach unten, so erweitert sich die Sühnehändlung von innen nach außen. V, 5. ״Er tritt hinaus zu dem Altar vor Gott,“ tritt ganz hinaus in den östlichen Teil des Heiligtums zum goldenen Räucheraltar. Auf ihm soll ja das Räucherwerk, wie es einmal im Jahr im Allerheiligsten Ausdruck vollendeter Hingebung war, zweimal täglich, in den sieben Tagen der Woche, Erlebnis dem Volke werden. Von oben nach unten begann er das vereinte Blut beider Opfer an den Höhenwinkeln des Altars, von Winkel zu Winkel schreitend, ״entsündigend herabfließen zu lassen“. Jetzt ״beginnt er“, sühnend in die Tiefen der Sünden hinabzusteigen; das Bisherige war vorbereitende Erhebung von Geist und Gefühl, die in entsündigender Tat sich auswirken soll. Doch ״wo soll er beginnen“ und wo aufhören? Er beginnt im Nordostwinkel, um zunächst das leibliche, sinnliehe Streben, dem der Tisch;im Norden Wahrzeichen ist, wie es im Volke, das im Osten vor dem Heiligtum harrt, zur Herrschaft gelangt ist, zu sühnen. Fortschreitend zum Nordwestwinkel erstrebt er, dieses irdische Verlangen des gedeckten Tisches materiellen Glücks in den Dienst des im Westen ruhenden Gesetzes zu stellen. Uebergehend zum Westsüdwinkel wünscht er die Befolgung dieses Gesetzes zur Grundla-