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Nahalat tsevi · 1932-10-01 · Heft 1-2 (Oktober 1932) · p. Seite 9

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
III (5693) 1932/33
Issue
Heft 1-2 (Oktober 1932)
Date
1932-10-01
Page
Seite 9 (sequence 11)
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9 klaren Einblick in das Weltgeschehen die Stelle zu finden, von der aus man es segnend beeinflußen kann, mit Aufschrei wunder Seele oder mit mildem Lächeln der Größe der kindlichen Liebe. Juden unter Juden! Da haben sie in ihrer Not getagt im schwindenden Jahre und haben beschlossen, sich zusammenzufinden, um gemeinsam den Weg zu — Menschen — zu suchen. Und nicht eine Stimme Wurde laut, die gefordert hätte, gemeinsam den Weg zu Gott zu suchen. Dies ist der traurigste Ausschnitt aus dem Rückblick. Da ist die Frage nach Ursache und Wirkung fast überflüssig. Was soll die Welt mit Juden anfangen, die glauben, das übergeschichtliche Wunder ihres Weges über die Erde könne durch Menschennorm restlos gedeutet werden. Fügt sich die Judenheit in ihren Forderungen und Formen rückhaltlos in die Gegensätzlichkeit des WeltgesChehens ein, will es verrinnen wie ein ״Tröpflein am Eimer“ des Ablaufs der Völkerdaseinsformen, dann muß sie es sich gefallen lassen, daß diese Welt ihre Schwächen brutal in ihren Untergang wendet. Ein Weltkongreß!muß mit der Logik der Geschichte zum Resultat des צו לצו führen. Alle Instrumente also sollen bei einem solchen Weltkongreß gespielt werden, nur das Schofar nicht. Und da will man noch fragen, was Ursache, was Wirkung? Fehlt aber das Schofar, dann kann, dann wird die Welt nicht reagieren. Juden unter Juden. Was wollen sie von der Welt, wenn sich dieses Bild umformt in das Zerrgemälde: Juden gegen Juden, oder gar Juden gegen Gott. Und darum beten wir, wenn wir gedankenmäßig das Kommende, die Zukunft erschauen, daß ונפוצותינו בנס מירכתי ארץ auch d i e sich wiederfinden werden, die sich an die Erde wie an!ein sinkendes Schiff klammern. Deren hat uns der Rückblick so viele gezeigt. Wir rufen sie. Und den Rettungsanker wirft ihnen Agudas Jisrael. P. K. Aus einem Mischnakommentar nach dem Forschungssystem Rabbiner Hirschs זצוק״ל. Von Rabbiner Dr. Michalski, Karlsruhe. III1) מם׳ יומא פרה ה׳ V, 1. Der Hohepriester hat die Kohlenpfanne auf die vierte Steinreihe in der Vorhalle hingestellt (IV, 3). Ganz rot ist die •) Vgl. I. Jbrg. Heft 7, 11/12-

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