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Nahalat tsevi · 1932-08-01 · Heft 11-12 (August 1932) · p. Seite 376

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
II (5692) 1931/32
Issue
Heft 11-12 (August 1932)
Date
1932-08-01
Page
Seite 376 (sequence 58)
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376 vermöge der Macht, die ihm allererst Geltung verschaffen muß. Ohne den Staat gibt es im Leben der Völker kein Recht des Staats, kein Land des Staats und kein Volk des Staats. Die Elemente des Staats können im Leben der Völker den Staat nicht einen Augenblick überdauern. Gleichwohl haben die Völker sich nicht mit der Zerstörung des jüdischen Staats begnügt. Sic haben das Staatsland besetzt, das Staatsvolk zerstreut und immer wieder auch gegen den Staatswillen der Thora — bis zu den Schächtverboten unserer Gegenwart — sich gekehrt. Sie haben also, auch nach der Zerstörung des jüdischen Staats, noch einen besonderen Kampf gegen die Elemente des Staats geführt. Warum? Wie erklärt sich diese rätselvolle Erscheinung? Bernheim: Weil die Elemente des jüdischen Staats den Untergang des Staats überdauert haben. Alfred: Kann es anders sein? Die Geschichte des jüdischen Volks ist durch und durch Metageschichte, und die geschiehtliehe Erfahrung der Völker bietet für sie keinerlei Analogie. Der jüdische Staat ist nicht in geschichtlicher Entwicklung aus dem menschlichen Nebeneinander und dem von Menschen gesetzten Menschenrecht allmählich geworden. Gott selbst hat in metageschichtlichem Wirken seine Elemente zu Eigenleben erschaffen, zusammengefügt, auseinandergenommen und wird sie wieder zusammenfügen. Nur die Einheit der Elemente hat Gott der Zerstörung anheimgegeben. Die Elemente haben sich, als dreifaches metageschichtliches Wunder, unzerstörlidi gezeigt. Die Thora ist das Menschenrecht an sich, berufen und bestimmt, alle Beziehungen der Menschen, bis zu ihrer höchsten Zusammenfassung im Staat, zu beherrschen und zu gestalten. In diesem Sinne ist die Thora das Recht des Staats an sich. Ob Menschen ihr Macht leihen, sich durchzusetzen, tut ihrer Geltung keinen Eintrag. Sie schreibt ihre Geltung nicht von Menschen her und bedarf daher auch nicht ihrer Anerkennung. Ihr in besonderer Weise zu dienen, hat Gott das jüdische Volk von den Völkern der Erde, das jüdische Land Von den Ländern der Erde auserwählt. Gott hat das jüdische Volk zum Staatsvolk des Thorastaates, das jüdische Land zum Staatsland des Thorastaates erschaffen. Der Thorastaat ist zerstört. Aber eben nur der Thorastaat. Das Staatsvolk des Thorastaats, das Staatsland des Thorastaats und das Staatsrecht des Thorastaats bestehen fort. Es ist die unzerstörlidie Wesenseigenschäft

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