Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- II (5692) 1931/32
- Issue
- Heft 11-12 (August 1932)
- Date
- 1932-08-01
- Page
- Seite 372 (sequence 54)
- Belongs to
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372 n,l1ng eines ״Oberbesitzes“ Gottes das Privateigentum und die freie wirtschaftliche Betätigjung des einzelnen verneint, das ist bisher m. W. weder nachgewiesen worden, noch könnte es aus dem Geist der Thora abgeleitet werden. Auch die diesbezüglichen Aeußerungen Max Rosenbaums ״Jüdische Orthodoxie und Sozialismus“ in der Zeitschrift ״Der religiöse Sozialismus“ (2. Heft, 1932), auf die hier nicht näher eingegangen werden kann, können in keiner Weise als beweiskräftig angegeben werden. Im übrigen sei hier auf die Ausführungen Eli Ginzbergs ״Studies in the economics of the Bible“ in ״The Jewish Quartely Review“ (1932, p. 343.) verwiesen. Was nun das 3. angeführte Problem anbelangt, so scheint hier Herr Dr. Steinberg das Kind mit dem Bade ausschütten zu wollen. Längst ist es heute Gemeingut aller geistig-hoch-!stehenden Menschen geworden, daß Zivilisation nur Mittel zum Zweck sein kann und gerade deshalb könnte eine Zivilisation, die nicht zum Selbstzweck erhoben wird, für jede religiöse und geistige Kultur eine ganz ausgezeichnete Grundläge bieten. Sie dafür nutzbar zu machen, das sollte gerade die Aufgabe einer lebensbejahenden Religion, wie es das Judentum ist, sein. Der neue Kusari. Von Dr. Isaac Breuer (13. Fortsetzung.) Alfred: Herr Doktor, als wir noch in unserem Lande waren, unseren Staat noch hatten, galt uns da die Thora nicht als das Gesetz!unseres Staates? Sollte nicht unser ganzes Gemeinschaftsleben, Beziehung der Menschen zu einander, Beziehung der Menschen zu den Dingen, Beziehung der Menschen zu sich selbst, nach den Vorschirften der Thora sich richten? War nicht von Anfang an die Thora dazu bestimmt, die höchste Entfaltung, deren der Mensch als geschichtliches Wesen fällig ist, sein staatlich-nationales Leben, als richtiges Menschengesetz zu leiten und zu beherrschen? War daher nicht sofort bei seiner Erwählung unserem Stammvater Abraham Nation und Land und Gesetz verheißen. Bernheim: Wie ursprünglich Sie das alles sehen. Als lägen nicht die vielen Jahrhunderte des Galuth zwischen Ihnen und Einst.