Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- II (5692) 1931/32
- Issue
- Heft 9-10 (Juni 1932)
- Date
- 1932-06-01
- Page
- Seite 306 (sequence 52)
- Belongs to
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306 sehe und katholische Kreise und die Bemühungen um gemeinsame Abwehrmaßnahmen sind bereits eingeleitet worden. Noch fehlt aber viel, bis wir von einer systematischen Arbeit gegen die Feinde der Religion sprechen können. Ohne Zweifel werden die kommenden Monate im Abwehrkampf gegen die immer mehr auf Deutschland übergreifende antireligiöse Propaganda viel Neues bringen(.* Inzwischen sei einmal hier der Gedanke der Errichtung einer jüdischen Stell e betont, welche ausschließlich die jüdischen Leiden und den antireligiösen Feldzug gegen das Judentum in Rußland verfolgt und von Zeit zu Zeit Berichte herausgibt, die aufklärend wirken. In jeder deutschen Stadlt, wo sich eine größere jüdische Gemeinde befindet, sollte mindestens ein Vortrag im Jahre 1932 gehalten werden, der den Ernst der Gefahr verdeutlicht, welcher wir entgegen gehen. Denn dieser schonungslose Kampf gegen die Religion ist nur ein Mittel!und ein Weg der großen kulturbolschewistischen Front, welche den Glauben der europäischen Völker bedroht. Darum muß die Parole der nächsten Zukunft lauten: Aufklärung und Abwehr! ' Der neue Kusari. Von Dr. Isaac Breuer (12. Fortsetzung.) Fünftes Kapitel. Einheiisgemeinde. Es erinnerte sich Alfred Roden, daß ihm der Doktor Seelenfreund von seinem ״neuorthodoxen Amtsbruder“ gesprochen hatte. Zu ihm, dem Doktor Bernheim, begab sich Alfred Roden, um sich in die Vorschriften der Thora einführen zu!lassen. Er fand warme, liebevolle Aufnahme. Alfred: Herr Doktor, ich möchte die Gesetze der Thora kennen lernen, um mein Leben danach einzurichten. Bernheim: Das freut mich von Herzen. — Sie sind der Sohn des Bankiers? Alfred: Ja. Bernheim: Ein trefflicher Mann. Stets bereit, für einen guten Zweck zu spenden. Ein jüdisches Herz. — Sie aber * Dieser Artikel war vor der Notverordnung gegen die Gottlosenbewegung in Deutschland geschrieben. (Die Schriftleitung.)