Mannheim
Compact Memory

Nahalat tsevi · 1932-06-01 · Heft 9-10 (Juni 1932) · p. Seite 297

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
II (5692) 1931/32
Issue
Heft 9-10 (Juni 1932)
Date
1932-06-01
Page
Seite 297 (sequence 43)
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2551369-2551378-2551385--0792-2552290
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Ttan mit jedem Tag durch Tefillinweihe geweckt und gestärkt werden; als Gottes Volk hat Israel sich, seine Kinder, sein Hab und Gut Gott geweiht!zu halten. Wäre, wie bei allen folgenden Gesetzen, hier nicht auch die Mitteilung Mosches an das Volk berichtet, so hätten wir nur den kurzen Satz קדש לי כל נכור als ״schriftliche Lehre“ vor uns, und alles, was hier in der Mitteilung Mosches an das Volk schriftlich enthalten ist, wäre der ״mündlichen Lehre“, der mündlichen Ueberlief erung verblieben. (Wird fortgesetzt). Der Kampf gegen die jüdische Religion in Sowjefruhland. von Dr. Karl Kindermann. In den letzten drei Jahren setzte nach einer scheinbaren Toleranzperiode eine gewaltige Zunahme der gesamten antireligiösen Propaganda in der Sowjetunion ein. Die atheistischen Vereinigungen der ״Bezbozniki“, welche bis 1929 mehr als privater Verein denn als Parteiorganisation des Bolschewismus gearbeitet hatten, kamen damals zur Ueberzeugung, daß der Gottlosenverband in seiner bisherigen Gestaltung nicht durchdringen würde. In zahlreichen Resolutionen und Aufsätzen in den verschiedenen bolschewistischen Zeitschriften wurde die kommunistische Partei aufgefordert, den Feldzug gegen die Religion zu einer ausgesprochenen Staatsangelegenheit zu rnachen, damit die Gottlosen endlich einmal einen Massenerfolg erringen könnten. Ein gewisser S t u k o w , der zu den aktivsten Gottlosen der Sowjetunion gekört, berief bald darauf zusammen mit dem Präsidenten des allrussischen Gottlosenverbandes, Emelian Jaroslawsky, einen aus allen Teilen des Reiches besuchten Moskauer Atheistenkongreß ein. Dort wurden die neuen Losungen für die große Offensive der Gottlosen geprägt. Wenn man die Mentalität der Bolschewisten kennt, ist man nicht weiter erstaunt, daß Stukow eine These aufstellte, die seither gewissermaßen das Leitmotiv der ganzen Bewegung geblieben ist. Er erklärte nämlich, die erfolgreiche Durchführung des damals gerade inaugurierten Fünfjahresplanes hänge zu einem großen Teil von der Ausrottung der religiösen Vorurteile ab. Ein anderer Redner wiederholte diese Meinung und

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.