Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- II (5692) 1931/32
- Issue
- Heft 9-10 (Juni 1932)
- Date
- 1932-06-01
- Page
- Seite 295 (sequence 41)
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295 gehenden Cherubim, daß zu den Cherubim, den ״Trägern des Gotteswillens“, Israel selber gehört: seine Aufgabe ist ja, sich und der Menschheit den Weg zur Wiedererringung des Gan Eden zu wahren. ״ .2,?בראשיתVon allem reinen Vieh nimm dir je sieben.“ Israel kannte diese Unterscheidung aus seiner Speisegesetzgebung. Aber auch den Noachiden war sie, so lehrt mündliche Lehre, geläufig, denn sie durften nur reine Tiere als Opfer bringen: ,was allen Menschen zum Opfer tauglich ist, dürfen Juden essen. Der jüdische Tisch und der noachidische Altar!stehen auf gleicher Stufe. ״ .9,18 בראשיתEs waren die Söhne Noachs, die aus der Arche gingen, Schern, Cham und Japhet; והס הוא אבי לנען ״und Cham ist der Stammvater Kenaans.“ — Als diese Sätze niedergeschrieben wurden, war für das jüdische Volk Kenaan das sittlich völlig entartete Volk. Hier heißt es nun bedeutsam: Dieses Kenaan, das ihr kennet, hat Cham, von dessen sittlicher Ausschreitung hier erzählt wird, zum Stammvater. ״ .32,33 בראשיתDarum sollen Israels Söhne nicht die Sehne der Schwäche essen“ — Hier wird das dem jüdischen Volk seit Sinai durch mündliche Lehre gegebene Verbot des Genusses des Gid hanosche nur erwähnt, um es in seinem Zusammenhang mit dem historischen Ereignis zu begreifen. 36,31 בראשית. Und dies sind die Könige, die im Lande Edom regierten, bevor noch ein König die Söhne Israels regierte.“ Hier weist Mosche sein Volk auf den großen Gegensatz hin, in dem sich seine und Edoms Geschichte entwickelte: Esau w׳ar schon ein mächtiger Staat mit königlichen Dynasten zu einer Zeit, als Jakobs Söhne in Mizraim schmachteten und von Königen, wie sie die Thora vorgesehen, ja selbst von einem Führer (Mosche) in seiner Geschichte noch lange keine Rede war. Diese schriftliche Lehre setzt in ihrem gesetzlichen Teil überall die Kenntnis des mündlich in aller Ausführlichkeit offenbarten Gotteswillens (תורה שבע*פ) voraus und dient nur seiner Erhaltung.