Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- II (5692) 1931/32
- Issue
- Heft 9-10 (Juni 1932)
- Date
- 1932-06-01
- Page
- Seite 293 (sequence 39)
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2551369-2551378-2551385--0788-2552286- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
293 Kurze Thoraworte aus Rabbiner Hirschs זצ״ל Pentateuchkommentar. (Fortsetzung) *) Mündliche und schriftlich Lehre. Die schriftliche Lehre (תורה שבכתב) hat Mosche vor seinem Tode nach Gottes Ausspruch niedergeschrieben. Sie wendet sich in ihrem historischen Teil an das jüdische Volk, das im;Begriff ist, in das heilige Land zu ziehen, und seine Thora längst empfangen hat. und!setzt die Kenntnis dieser Thora voraus. Hier einige Belege. 1,14 בראשית. Die Gestirne sollen euch dienen לאיתות ולמועדים ״zu Zeichen und zu Festzeiten“. Als Mosche dies niederschrieb, war Israel längst die Verheißung bekannt, die Gott mit Hinweis auf die Sterne des Himmels seinem Stammvater gegeben: כה יהיה זרעך so soll dein Name sein, so zahlreich, so unmittelbar von Gott getragen; und längst hatte Israel mit der Bestimmung החדש הזה לים den sich erneuenden Mond als אות, als ewiges Wahrzeichen seiner eigenen ewigen Erneuerung erhalten und besaß seine מועדים, die im engen Anschluß an den Lauf von Sonne und Mond seine immer wiederkehrende ״Vereinigung“ (יעוד) mit Gott bezwecken. ״ ויברך אלקים את יום השביעי ויקדש אותו 2,3 בראשיתGott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn“ d. h. von diesem siebten Tag soll Segen ausgehen, und er soll für immer hoch über alle Antastung erhalten bleiben. — Als diese Worte niedergeschrieben wurden, hatte eine Menschheit sich längst von der Wahrheit, die der siebte Tag verewigt (Gott Schöpfer und Herr der Welt) abgewandt, war Israel längst zum Träger des Sabbat erkoren worden, um diesen ״Segen“ der Menschheit zu erhalten und ihn im Kampf gegen eine ganze Menschheit als ״unantastbares Heiligtum“ zu wahren. Ohne Kenntnis der Thora und der Bestimmung des jüdischen Volkes als Träger des Sabbat sind diese Worte unverständlich. 14—10 ,2 בראשית geben die genaue geographische Lage des ״Paradieses“. Denn so wahr es ist, daß der jüdische Gedan- *) Vgl. 11, 3.