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Nahalat tsevi · 1932-06-01 · Heft 9-10 (Juni 1932) · p. Seite 278

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
II (5692) 1931/32
Issue
Heft 9-10 (Juni 1932)
Date
1932-06-01
Page
Seite 278 (sequence 24)
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m schiedes zwischen himmlischer und irdischer Gerichtsbarkeit beruht. Wenn Gott zuließ, daß der Holzsammler gesteinigt wurde, so erklärt sich!das aus der Eigengesetzlichkeit des irdischen Gerichts, das nur nach objektiven Tatbeständen urteilen darf; Gott greift in diese Eigengesetzlichkeit nicht ein, denn nur vor seinem Tribunal liegen Herz und Nieren offen da. VII. Warum sich die Agudisten und Zionisten so schlecht verstehen? Zu schwer liegen den Agudisten die hier skizzierten halachischen Nachdenklichkeiten im Blut. Was bedeuten diese Nachdenklichkeiten der Ideologie des Zionismus? Er verlacht sie als Zwirnsfäden, über die das Judentum von gestern gestolpert ist. Verwilderung der deutschen Judenheit? Von Rabbiner Dr. J. Merzbach, Darmstadt. Mit Entsetzen findet der jüdische Leser Deutschlands in den Tageszeitungen der letzten Monate ab und zu Berichte, je nach Einstellung des Blattes mehr oder weniger ausführlich, über UnneChttaten, von Juden begangen: In Paderborn vergeht sich ein Jude an einer Hausangestellten und schafft auf gräßlichste Art den Leichnam der Verstorbenen hinweg. (So nach der mildesten Darstellung.) In Gelsenkirchen erschießt ein Jude einen anderen, dessen Söhne und zuletzt sich selbst. Als Grund wird Eifersucht angegeben. In Heppenheim wird ein Jude wegen Sittlichkeitsverbrechen verhaftet. In einer ganzen Reihe von Orten werden auch Juden der Devisenschiebungen überführt. Depotunterschlagungen von Juden werden berichtet. Es könnte die traurige Chronik!noch durch eine ganze Zahl ähnlicher Fälle erweitert werden. Mit stärkstem Nachdruck unterstreicht die judenfeindliche Presse solche Delikte, um an ihnen die Verworfenheit des Judentums zu demonstrieren; zum Teil führt sie sie sogar auf angebliche Geheimlehren des Talmud und Schulchan Oruch zu-

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